15. Juni 2009


MEDIZIN & TECHNOLOGIE


Strahlungsfreie Krebstherapie
Einem israelischen Forscherteam ist es gelungen, mit der chemischen Verbindung Gallium Corrole Brustkrebs strahlungsfrei und mit wenigen Nebenwirkungen zu therapieren. Im Gegensatz zu den chemotherapeutischen Methoden wird Corrole in den Blutstrom und nicht direkt in den Tumor eingespritzt. Zudem hat es die Fähigkeit, Krebszellen in der Dunkelheit zu töten, erfordert also keinen Laser-Einsatz.


Schmerzlinderung
Gute Nachricht für Osteoarthritis-Patienten: Israelische Forscher vom Technion/Haifa und der Hebräischen Universität/Jerusalem entwickelten Liposomen, mit denen Osteoathritis therapiert werden kann. Die Mikropartikel werden in die Hüftgelenke gespritzt, um Schäden zu reparieren und Schmerzen zu lindern. Eine Kombination von Liposomen mit der konventionellen Hyaluronsäure vermindert eine Abnutzung der Knorpel um bis zu 40 %.

Ehrungen
Sechs Wissenschaftler der Hebräischen Universität wurden am Dienstag mit dem Kaye Innovation Award für ihre Gesundheitsforschungen ausgezeichnet.

Appetitlosigkeit
steht bei älteren Menschen mit einem frühen Tod in engem Zusammenhang. Zu diesem Resultat kam Dr. Danit Shahar von der Ben Gurion Universität im Negev in einer aktuellen Studie. Demnach ist zunehmende Appetitlosigkeit ein Indikator für falsche Ernährung und Gesundheitsprobleme, die zu einem früheren Tod führen können.

Kompaktes Lesen
Dank der Software der israelischen Firma Bookware, kommt in den nächsten Wochen das erste digitale Lesebuch auf Hebräisch auf den Markt. Anders als Amazons Kindle oder Sony Read, zeigt das Walkbook auch eine hohe Grafik-Qualität. Besonders geeignet ist es für Studenten, die auf kompakte Weise ganze Bibliotheken speichern können.


WIRTSCHAFT

Technologie von Morgen
Trotz Wirtschaftskrise besuchten letzte Woche über 400 Unternehmer aus dem Ausland die Israel Conference in Los Angeles. Unter dem Motto „unglaubliche Technologie, unglaubliche Firmen“ präsentierten israelische Firmen neueste Technologie-Trends.

Projektleiter
Der israelische Chemiker Dr. Izhak Berzin wird ein Projekt zur Entwicklung von Energie produzierenden Algen in Arizona leiten. Unterstützt wird das Projekt vom amerikanischen Energieministerium mit 70,6 Mio. US-$.


Frischer Wind für Intel
Bereits seit Längerem entwickelt Wind River Software für Intel. Nun erwirbt der Chiphersteller die israelische Firma für 884 Mio. US-$. Wind River behält dabei seinr Eigenständigkeit innerhalb des Konzerns. (calcalist)

Life Science und Pharma stabil
Um 7% auf 1 Mrd. USD stiegen Israels Exporte im Marktsegment Life Science zwischen Januar und März 2009 – trotz der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Pharmaindustrie insgesamt verzeichnete ein international viel beachtetes Wachstum von 27%. (NL der Botschaft)


KULTUR & GESELLSCHAFT

Sderotplatz, 14163 Berlin
Seit 8 Jahren leidet Berlins israelische Partnerstadt Sderot an Raketenbeschuss aus Gaza. Als Zeichen der Solidarität wurde nun der Steglitz-Zehlendorfer-Platz (Potsdamer Straße/ Ecke Martin-Buber-Straße) Sderotplatz getauft. An der festlichen Zeremonie am Dienstag nahmen auch David Bouskila und Eli Dukorsky, die Bürgermeister von Sderot und Kiriat Bialik, einer weiteren Partnerstadt Berlins, teil. (Berlin.de)

Eis aus Israel
Es hat weniger Kalorien und wird aus frischen und natürlichen Bestandteilen produziert. Daher hat Screme eine gute Chance, sehr schnell auch in den USA populär zu werden. In Israel gibt es bereits 50 Filialen der leckeren Eisdiele (in Israel als Aldo’s Ice bekannt), jetzt werden die ersten Filialen in New York eröffnet.

Jazz Oriental
Omer Avital und seine Band feiern große Erfolge in New York. Der israelische Musiker verbindet Jazz mit israelisch-orientalischen Klängen. Eine Kostprobe hier.

Digitale Schule
Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen 60% der Schulbücher in Israel digitalisiert werden, beschloss das Schulministerium diese Woche. Dadurch werden die Schulranzen der Kinder erleichtert, die öffentliche Kasse wird entlastet und ein wichtiger Schritt in ein neues Zeitalter des Lernens getan. (ynet)

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Politik

Bedrohung des Westens
Bereits in wenigen Jahren wird der Iran Interkontinental-Raketen entwickelt haben, die auch die USA unmittelbar bedrohen, warnt eine neue Studie der US-Air Force. Bereits heute erreichen Irans Raketen Südeuropa und die wichtigsten Ölförderländer.

„Israel und die arabischen Staaten“
lautete eine Konferenz, die vom 8.-9. Juni von der Konrad-Adenauer-Stiftung gemeinsam mit dem GLORIA Center (Global Research in International Affairs) veranstaltet wurde. Experten aus Deutschland und Israel diskutierten in Jerusalem über die Beziehungen Israels zu moderateren arabischen Staaten.

Gesunde Armee
Am Montag reisten Spezialisten der University of Southern California und eine Delegation hochrangiger US-Offiziere nach Israel. Dort wollen sie von den psychologischen und sozialen Errungenschaften der israelischen Armee (Zahal) lernen und für die US-Army adaptieren.

Gemeinsam gegen die Schweinegrippe
Im Mai kamen Vertreter der Gesundheitsbehörden aus Ägypten, Jordanien und der palästinensischen Autonomiebehörde zu einer Konferenz über die Schweinegrippe nach Jerusalem. Danach etablierte endlich auch Ägypten ein Screeningverfahren für den Virus am internationalen Flughafen in Kairo.

Hohe Anerkennung
erhielt das israelische Rechtssystem vom The Guardian. Die britische Zeitung würdigte besonders den Obersten Gerichtshof als beispielhaft und zeigte sich beeindruckt von der juristischen Umsetzung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit im Kampf gegen den Terror. Zum Artikel (NL der Botschaft)

Die Wahlfälschung im Iran
löste in Teheran massive Demonstrationen gegen Ahmadinedschad aus. Daraufhin setzte das Mullahregime motorisierte Schlägertrupps in Polizeiuniformen ein, um die Demonstranten einzuschüchtern. Dem italienischen Fernsehens gelang es, die Szenen zu dokumentieren.

Party und Politik
Eine Polit-Party feierten die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Junge Union und zahlreiche Gäste am vergangenen Samstag in Tel Aviv. Guest of Honor: Melody Sucharewicz, Israels „Ambassador of Goodwill.“


Was nicht in der Süddeutschen Zeitung steht

Die palästinensische Autonomiebehörde (PA) veröffentlichte vergangene Woche Pläne der Hamas zu Terroranschlägen gegen Fatah-Anhänger. Einer der festgenommenen Verdächtigten erhielt 1,5 Mio. € für seinen Terrorauftrag von der Hamas 1,5 Mio. USD.
Nach Angaben der PA missbraucht die Hamas gespendete Krankenwagen für terroristische Aktivitäten. Dabei wurde die gesamte medizinische Ausstattung im Millionenwert aus 46 Krankenwagen entfernt.
Eine Untersuchung der European Foundation for Democracy in Brüssel bestätigte den Verdacht, dass in Deutschland gesammelte Spendengelder für Waisenkinder in Libanon zur Unterstützung der Terrororganisation Hisbollah verwendet werden. FDP-Generalsekretär Dirk Niebel forderte deshalb jetzt: „Diesen Terror-Unterstützern muss das Handwerk gelegt werden. Die bisherige Anerkennung der Gemeinnützigkeit dieser Organisation ist geradezu eine Verhöhnung der Terroropfer“. (Deutscher Depechendienst)
Am Montag konnten israelische Soldaten einen massiven Anschlag der Hamas vereiteln. Mehrere Terroristen griffen den Grenzübergang Karni an. Beim Schusswechsel konnten mindestens vier der Terroristen getötet werden. Sie hatten Bomben bei sich und planten auch Selbstmordattentate. (IDF)
Ein 15jähriger Junge aus dem Westjordanland wurde diese Woche von Mitgliedern seiner eigenen Familie gefoltert und schließlich erhängt. Er wurde beschuldigt, mit Israel zu kollaborieren.
Über 300 israelische Araberinnen nehmen am Programm „Sharikat Haya“ (arab.: Partnerschaft fürs Leben) teil. Dabei werden ihnen unter anderem professionelle Grundkenntnisse für Bewerbungen, hebräischer Fachjargon und relevante Software vermittelt, um ihnen den Weg in die Arbeitswelt zu erleichtern. (Arutz7)
Israel begann mit der Verlegung einer Rohrleitung, über die der Gazastreifen mit Strom aus Israel versorgt wird. Am Bau beteiligen sich israelische und palästinensische Firmen.

SPORT

Annäherung durch Cricket
In einer neuen Initiative lernen 60 israelische und Beduinen-Kinder Cricket. Die Sportart, die viel Geduld und Geschick erfordert, soll zu Annäherung führen. (Foto: Coach Hersh Gutman mit Mädchen aus dem Beduinerdorf Hura). (israel21c)


Europas Windsurf-Elite
kämpft in Israel während der ganzen Woche um die Weltmeisterschaft. Unter den 85 Athleten aus 19 Ländern befindet sich Chinas Silbermedaillengewinner der olympischen Spiele in Bejing und der Champ 2008, Joao Rodrigues aus Portugal. Zu den Favoriten gehört Israels Shahar Zubari, Bronzeträger in Bejing.

Unsportlich
Trotz anti-israelischer Unruhen und einem Urteil der ITF akzeptierte die internationale Tennisföderation den Einspruch des schwedischen Tennisverbandes und reduzierte das verhängte Bußgeld von 25.000€ auf gerade einmal 5.000€.

BILD DER WOCHE

Das berühmte King David Hotel in Jerusalem steht ab sofort unter besonderem Denkmalschutz.

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