20. Juni 2010


Inhaltsverzeichnis
















MS frühzeitig erkennen
Prof. Anat Achiron von der Tel Aviver Universität (TAU) entdeckte einen Biomarker für die Multiple Sklerose (MS), der die frühzeitige Diagnose der Immunerkrankung verbessert. Damit kann jetzt schon bei jungen Erwachsenen bis zu neun Jahre vor Ausbruch der Symptomatik die Erkrankung
festgestellt werden. Die TAU ist führend in der MS-Forschung. Zwei der wichtigsten Medikamente gegen diese Erkrankung wurden dort entwickelt. (Israel21c)

Krebszellen besser erkennen
Eine Technologie der Zelldifferenzierung der israelischen Firma Zetiq kann die frühzeitige
Diagnose von Blasen- und Gebärmutterkrebs erheblich verbessern. Es handelt sich um eine Markierung von Tumorzellen zwecks deutlicherem Kontrast zwischen gesunden und kranken Zellen. Zetiq will die Methode in den USA etablieren. (Israel21c)

Implantate aus Tabakpflanzen
Einem Wissenschaftler der Hebräischen Universität in Jerusalem ist es gelungen, ein menschliches Kollagen aus Tabakpflanzen nachzubilden. Das kann als Implantat und bei regenerativen Wundheilungen eingesetzt werden. Das Produkt ist effizienter und preisgünstiger als die Herkömmlichen. (haolam)
 

Ökoverpackung
Die israelische Firma Eco-Pack entwickelte ein einfaches Öko-Packsystem für Frachtgüter. Für die Produktion des leichten Kunststoffrahmens wird weniger Material, Energie und Wasser verbraucht. Das Material ist widerverwendbar, abwaschbar und kann komplett recycelt werden. (jpost)
 

Maximierung der Energieeffizienz
Linum Systems, eine israelische Firma für Solar Klima-Technik, konzipierte ein Kühlsystem, das im Gegensatz zur Fotovoltaik thermische Solarkollektoren benötigt. Durch das Abkühlen der Solarkollektoren wird das Wasser erwärmt, so dass an heißen Tagen die Klimaanlage ohne
zusätzlichen elektrischen Strom durch Solarenergie versorgt werden kann. Dadurch minimieren sich die Energiekosten um bis zu 40% pro Jahr. (Israel21)

Klima-Schaukel
Wissenschaftler der Haifa Universität fanden gemeinsam mit französischen und amerikanischen Wissenschaftlern heraus, dass sich Veränderungen von Temperatur und Luftdruck an der Wasseroberfläche des Nordpazifiks auf das Klima in der Südsahara auswirken. In einer internationalen Studie in der Fachzeitschrift Atmospheric Science Letters (Royal Meteorological Society) konnten zyklische Klima-Veränderungen im Norden des Pazifik und Korrelationen zu Dürrephasen in der Südsahara festgestellt werden. (Haifa University, press release)
 





OECD goes Jerusalem
Die jährliche OECD-Konferenz mit Schwerpunkt Tourismus wird im Oktober in Jerusalem stattfinden. Die Entscheidung der OECD, die Konferenz nicht in Paris, sondern in Jerusalem zu veranstalten, gilt als Vertrauenssignal in die israelische Wirtschaft. (Arutz7)
 

Insulinpumpen für Italien
Die israelische Firma Nilimedix unterschrieb einen Vertrag mit einem italienischen Unternehmen für den Alleinvertrieb ihrer Insulinpumpen. Diese werden zur Behandlung von Diabetes-Patienten mit labilem Stoffwechsel eingesetzt. (Globes)
 

Israelis bei Facebook
Pünktlich zur WM startete Facebook eine Applikation, mit der die User Ergebnisse der Spiele voraussagen und mit Freunden teilen können. Die neue Applikation wurde von der israelischen Start-Up-Firma sProphet Ltd. entwickelt. (Globes)
 





Konzert der Begegnungen
Bei einem Open-Air-Konzert in Jerusalem warb Peter Maffay für deutsch-israelische Begegnungen. Bei dem Konzert traten auch das italienische Sopran-Trio „Appassionate“ sowie israelische Künstler wie Noa & Mira auf. Unter den 1500 Gästen waren Israels Staatspräsident Shimon Peres, TV-Moderatorin Sabine Christiansen, Schauspieler Till Schweiger und Eventmanager Michael Mronz. (BILD)
 

Nonstopp nach Tel Aviv
Ab sofort fliegt Air Berlin zweimal wöchentlich von Düsseldorf direkt nach Tel Aviv. „Uns liegt besonders daran, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern auszubauen“, erklärte Air-Berlin-Chef Joachim Hunold in Düsseldorf. Beim Jungfernflug waren
auch Schauspieler Till Schweiger und Sänger Peter Maffay dabei. Maffay hat 100 Schüler einer Bochumer Realschule zur Besichtigung des Landes eingeladen und die Reise mit seiner Stiftung finanziert. (Rheinische Post)

Else Lasker Schüler in Tel Aviv
Vom 4.-10. Juli 2010 findet das 27. Else-Lasker-Schüler-Forum in Tel Aviv statt. Alle Vorträge, Liederabende und Theaterstücke finden in deutscher Sprache, u.a. im Goethe-Institut statt. Organisiert wird das kulturelle Forum von der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft, die ihr 20-jähriges Jubiläum feiert. Anmeldung: ELS-Gesellschaft, Herzogstr. 42, Wuppertal. Tel. 0202- 305198, Mail: vorstand@else-lasker-schueler-gesellschaft.de. Zum Programm
 

Gemeinsam für die Zukunft
Unter dem Motto „Together for a change – from the past to the future“ (Gemeinsam für einen Wandel – von der Vergangenheit in die Zukunft) sollen sich im Rahmen eines neuen tri-nationalen Schulprojektes jeweils 15 deutsche, israelische und polnische Jugendliche mit der gemeinsamen Vergangenheit auseinandersetzen. Im Oktober werden sich die Schüler in Münster und dann in Lublin treffen. Die dokumentierten Ergebnisse des Projekts sollen im April 2011 in Israel vorgestellt werden. Weitere Infos hier.
 

Münster – Rishon
Der Förderverein „Freunde für Rishon le Zion“ aus Münster plant vom 11.-22. Oktober 2010 eine Gruppenfahrt für 20 Personen nach Israel. Interessierte können sich noch bis zum 30. Juni 2010 melden. Anmeldung unter Tel. 712 477 Münster oder per Mail: christa.lindfeld@muenster-rishon.de. Weitere Infos
 

Israel Reise für junge Leute
Die Initiative 27. Januar plant innerhalb der nächsten fünf Jahre 1000 junge Deutsche nach Israel zu bringen. Schwerpunkt der Reisen soll die Begegnung mit Zeitzeugen sein. Die Termine für 2010: 8. - 22. Juli , 28. August – 11. September, 28. Oktober – 9. November. Weitere Infos hier
Die Truppe von 2007

Wenn Musik zur Politik wird
Der Auftritt von „Orphaned Land“ in der Türkei wurde kurzfristig abgesagt. Der Grund: die deutsche Sicherheitsfirma wollte das Risiko nicht übernehmen... Die israelische Metal Band hat viele Fans in der Türkei und ist dort bisher mehrmals im Jahr aufgetreten. (ynet)

Musik verbindet
Musik ist internationale Kunst. Sie transportiert die eine Botschaft von Frieden und Toleranz zwischen allen Kulturen und Religionen, so der marokkanische Sänger Abed Rahim Al Momin. Er landete am Dienstag in Israel. Der Sänger, der in Paris lebt, wird mit dem andalusischen Orchester von Ashdod (Foto) auftreten. (ynet)





Die andere Flottille
Etwa 70 Yachten erreichten am Freitag die Küste von Ashkelon. Die Schiffe starteten in Istanbul, legten in Zypern, Syrien und Libanon an, bevor sie mit einer Botschaft des Friedens Israel erreichten. (ynet)

Israel – der „böse Bube“
Zwei Artikel der Zeitung „die Welt“ kritisieren die Rolle, die Israel in den Augen vieler Europäer einnimmt, sowie den Automatismus, mit dem Israel sofort die schlechtesten Absichten unterstellt werden (Welt-Artikel1, Welt-Artikel2). Passend dazu Henryk M. Broder über den Antizionismus gerade bei Linken (Welt-Artikel3) und ein Kommentar von Stephan Kramer über linke Israelkritiker aus der TAZ.

Der nächste Nahostkonflikt bahnt sich an - sind wir darauf vorbereitet?
Am 26.6.2010 wird ein Syposium und Podiumsgespräch, u.a. mit Prof. Gert Weisskirchen, Dr. Matthias Küntzel, Sacha
Stawski und Harald Eckert diese und weitere aktuelle Fragen in Wüstenrot-Neuhütten (bei Heilbronn) diskutieren.
Mehr Informationen hier.

Stop the Bomb
Am 26.6.2010 wird Fathyieh Naghibzadeh (Stop The Bomb) an einer Podiumsdiskussion in Berlin unter dem Titel "Ein Jahr Revolte im Iran" teilnehmen. (linkebuchtage)

Unter falscher Flagge
Unter diesem Titel beschreibt ein kritischer Artikel bei Jungle-World, wie die Hamas von den vermeintlichen Solidaritätsaktionen der Gaza-Flottille und von der Kriegswirtschaft profitiert.

Gilad Shalit
Am 25. Juni werden es vier Jahre seit der Entführung des israelischen Soldaten Gilad Shalit durch Terroristen der Hamas sein. Die Hamas erlaubt keine Besuche des Internationalen Roten Kreuzes mit der Begründung: so würde sein Aufenthaltsort bekannt.
 





Berichten von Ha'aretz zufolge sind Ägypten und PA-Präsident Mahmoud Abbas gegen die Aufhebung der Seeblockade von Gaza.

Diversen Analysen zufolge würde eine Aufhebung der Seeblockade von Gaza nicht nur den Waffenzufluss nach Gaza verstärken. Ein Ende der Kontrollen, i.B. in der jetzigen Situation, würde zu einer deutlichen Stärkung der Hamas beitragen, was wiederum einen Anstieg der Terroranschläge wahrscheinlicher machen würde (Washington Times). Auch das stoppte den Bundestag aber nicht ein Ende der Seeblockade zu fordern. (n-tv)

In einem Bericht des kanadischen Senders CBC am 1. Juni wurde behauptet, dass aufgrund der israelischen Blockade des Gazastreifens die dortige Säuglingssterblichkeit auf die weltweit höchste angestiegen sei. Nach Kritik der Organisation Honest Reporting entschuldigte sich der Sender und nannte die Meldung „einen Fehler“.
Tatsache: Die Kindermortalität im Gazastreifen liegt mit 17.71 pro 1.000 Geburten unter den niedrigsten in der arabischen Welt. Zum Vergleich beträgt die Säuglingssterblichkeit im Irak 43.16, im Iran 34.7, in Ägypten 26.2 und in der Türkei 24,8. (CIA-World-factbook)






Die Serie der Attacken auf Israel mit sogenannten Hilfskonvois will nicht abbrechen. Iraner sind mit zwei Schiffen unterwegs, der Libanon schickt ein Schiff und sogar extremistische Juden aus Deutschland planen die Entsendung eines Bootes, um die von Ägypten und Israel gemeinschaftlich seit dem Putsch der Hamasorganisation im Juli 2007 durchgesetzte Blockade des Gazastreifens gewaltsam zu durchbrechen. Ägypten freilich drohte mit „katastrophalen Konsequenzen“ falls Israel es wagen sollte, etwa das Schiff aus Libanon zum Abdrehen zu zwingen.
 





Tennis
Mit einem 4:1, 6:2, 10:3 Sieg gegen Karol Beck und David Skoch aus der Slowakei gewannen der Israeli Joni Erlich und sein Partner Novan Djokovic aus Serbien das Doppel beim Tennisturnier von Queens.

Basketball 1
In einem packenden Finale gegen den FC Barcelona führte Lior Eliyahu sein Team Caja Laboral zur spanischen Meisterschaft. Gegen den Sieger der Euroleague erzielte der 24-jährige israelische Nationalspieler eindrucksvolle 18 Punkte im dritten und letzten Spiel der Final-Serie. (jpost)
Lior Eliyahu, re.

Basketball 2
Nachdem David Blatt zum neuen Trainer von Maccabi Tel Aviv ernannt wurde, folgte ihm Tal Burstein und unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag. Beide - sowohl Coach als auch Spieler - waren bereits früher bei Maccabi aktiv. Tel Avivs alter Trainer Pini Gershon räumte seinen Posten
und wechselt ins Management des Vereins. Der Club sucht nun nach einer neuen Orientierung: Es sollen wieder mehr israelische Talente gefördert werden und mehr israelische Spieler verpflichtet werden. (jpost)





Solidarität mit Israel

Mehrere Pro-Israel-Kundgebungen fanden am vorletzten Wochenende in deutschen Städten statt, so z.B. in Köln mit über 1.000 Teilnehmern und in Berlin mit ca. 500 Teilnehmern:



Kritischer Kommentar der Woche von Claudia Korenke

Shavua tov!
Gemessen am Vorab war diese „Nach-Flotillen-Woche“ relativ ruhig. Und was geschieht? Entgegen aller Gesetze der Kommunikation riefen – durchaus Wohlmeinende – in einigen deutschen Städten nochmals zu Demonstrationen für Israel am gerade vergangenen Sonntag auf: das richtige Anliegen zum falschen Zeitpunkt. Klassische Strategie wäre (i.B. nach den erfolgreichen Demos der Woche davor): das Thema aus dem Fokus zu nehmen!
Oder: In den USA tritt eine Moderatorin wegen im besten Falle dummer, eher aber bösartiger Bemerkungen zurück. Warum dann noch der Aufruf zu solidarischen Unterschriften für den Rabbiner, der den Rücktritt bewirkt hat? Er wird geschmäht, bestimmt, aber ich bin überzeugt: andere sind ihm dankbar.
In Frankfurt am Main wird eine geschichtsverzerrende Nakba-Ausstellung abgesagt. Wunderbar! Und doch machen einige, die gegen die Ausstellung protestiert haben, einen verwirrten Eindruck... fast  ist es, als könnten sie sich vom Widerstand nicht trennen.
Merke: wir, die Israelfreunde sind wenige und brauchen „Werkzeuge“ – von Demonstrationen über Solidaritätsaufrufen bis zu Protestanzeigen. Aber: Wir sollten diese Werkzeuge nicht übermäßig beanspruchen. Sonst werden sie stumpf.
Was noch?

Am 10. Mai 2011 ist Israel-Tag!

Claudia Korenke, claudia@ili-israel.org






Wenn sich der Spiegelredakteur Erich Follath in einem zunächst privatem Email-Briefwechsel mit seinem Kollegen Henryk M. Broder auf eine Diskussion über Antisemitismus, Israel und die ziemlich abgeschmackte Frage einlässt, ob man als Deutscher überhaupt die Politik Israels kritisieren darf, steht Follath schnell auf verlorenem Posten. Wortgewaltig und mit seiner bekannten spitzen Feder gelingt es Broder, Follath in die Grauzone einer alten und tief verinnerlichten Judäophobie zu verwickeln, wenn dieser blauäugig

meint, dass die Verwendung der Worte Ghetto (auf palästinensische Städte gemünzt) nichts mit Warschau zu tun hätten, und das Wort „Sonderbehandlung“ auch im Zusammenhang mit Juden und Israel keine Assoziationen mehr mit der Nazi-Euphemie für Gaskammern mehr erwecken würden. Das Buch „Gebt den Juden Schleswig-Holstein“ sollte an deutschen Schulen gelehrt werden!





SAVE THE DATE:
Einen Geburtstag feiert man zwar nur einmal im Jahr, aber warum sollen wir so lange warten…  
Großes ist geplant: Bitte haltet Euch den
31. Oktober 2010 frei! Details folgen.
Ansonsten nicht vergessen: Der Israel-Tag 2011 wird am 10. Mai 2011 stattfinden! Weitere Infos dazu in naher Zukunft…
Für weitere Fragen:

Claudia Korenke: claudia@il-israel.org
tel: 069/9758560.





Das Jerusalem Festival of Light
Weitere Fotos vom Lichtfestival hier




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Shalom
Michael
ILI News
michael@il-israel.com





Am 10. Mai 2011
ist wieder Israel-Tag!




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