19. Juni 2011





Inhaltsverzeichnis














Kirche im Dorf gefunden
In Akko, dessen Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt worden ist, haben Archäologen ein Gebäude freigelegt, das wahrscheinlich eine byzantinische Kirche war. Das Gebäude ist ca. 1500 Jahr alt, enthält einen Brunnen zur Wasserversorgung und Mosaikböden.
Es gab Bischöfe und Pilgerberichte über Kirchen. Es handelt sich um die erste wiedergefundene Kirche aus der Zeit. (israelnetz)

Unterirdische Wasserhöhle entdeckt
Bei Bauarbeiten für den Schnellzug von Tel Aviv nach Jerusalem ist am Stadtrand von Jerusalem eine Karsthöhle mit unterirdischem Wasserlauf entdeckt worden. Das größte je in Israel gefundene unterirdische Wasservorkommen befindet sich in 75
Meter Tiefe und wird auf eine Länge von 200 Meter geschätzt. Prof. Amos Frumkin von der Hebräischen Universität erhofft sich von dem Fund neue Erkenntnisse über die Grundwasserverschmutzung in Jerusalem. (hebrew university)

Historische Belege für Exodus wiederentdeckt
Neue Untersuchungen eines Reliefs aus dem Ägyptischen Museum Berlin deuten auf die Existenz Israels bereits im 16. Jahrhundert v. Chr. hin. Das Relief befindet sich seit 1913 im Besitz des Museums wurde aber erst 2001 wiederentdeckt. Die
Herkunft von drei gefangenen Kriegern wird in Hieroglyphen genannt. Die Namen "Kanaan" und "Aschkelon" sind gut leserlich. Jetzt konnte der dritte Name "Ischrail", eine alt-ägyptische Transkription für "Israel", rekonstruiert entziffert. (fnp, wissenschaft online)

Goldanlage-Münze
Zum Jerusalem-Tag am 1. Juni 2011 hat Israel eine neue Goldanlage-Münze herausgebracht (1 Unze Gold (999,9/1000) in Stempelglanz). Die auf 3.600 Exemplare limitierte Münze zeigt die Klagemauer
und einen Löwen, der Darstellung eines antiken Siegels aus Megiddo nachgebildet (8. Jahrhundert v. Chr.). (ptext)

Baby von verstorbener Frau geboren
Zwei Jahre nach dem Tod von Keren Ajasch hat eine Leihmutter einen eingefrorenen Embryo ausgetragen und das Kind am 09.06.2011 zur Welt gebracht. Der Witwer Nisim Ajasch hatte zusammen mit der Organisation New Family um das Recht gekämpft, den Herzenswunsch seiner Frau zu erfüllen. Dies ist weltweit das erste Mal, dass Embryonen einer verstorbenen Frau einer Leihmutter eingepflanzt wurden. (welt, newfamily)





Nachhaltiges Wachstum
Israels Wirtschaft ist weiterhin auf gutem Kurs. Im ersten Quartal des Jahres stiegen Investments, Konsum, Import sowie Export. Die Arbeitslosenquote fiel auf 6% - der niedrigste Wert seit 25 Jahren. Diese Daten gehen aus einem Bericht der Bank of Israel hervor. (Arutz 7)

Fischer for President
Mit der Kandidatur beim Internationalen Währungsfonds (IWF) hat es nicht geklappt. Stanley Fischer ist mit 67 Jahren zwei Jahre über dem Höchstalter. Neuen Gerüchten zu Folge hat der Präsident der Bank of Israel allerdings eine gute Chance, nächster Chef der Weltbank zu werden. Innerhalb des kommenden Jahres wird
US-Präsident Obama den Nachfolger des jetzigen Weltbank-Präsidenten benennen. Neben seiner Reputation als Banker hat Fischer den Vorteil einer amerikanischen Staatsangehörigkeit. (The Marker)

ICL expandiert
Israel Chemicals Ltd. (ICL) ist weltweit führender Produzent von Mineralien und Chemikalien. Diese Woche erwarb die international operierende israelische Firma
den mexikanischen Hersteller von Lebensmitteln Cosmocel Quimica SA de CV. ICL erwarb dieses Jahr bereits die US-amerikanische Firma Scotts' Global Professional sowie den spanischen Düngemittelhersteller Antonio Fuentes Mendez SA. (Globes)

Know-how aus Israel
AT&T eröffnete das weltweit zweite Forschungs- und Innovationszentrum in Ra'anana. Das andere Zentrum
befindet sich in Texas, wo sich auch das Hauptquartier des US-amerikanischen Telekommunikationsriesen befindet. Das Zentrum in Ra'anana wird gemeinsam mit der israelischen Firma Amdocs geleitet. (jpost)

Klick mich!
Facebook beschloss eine Kooperation mit der israelischen Firma Supersonic Ads. Auf der Basis der
israelischen Technologie werden Facebook-User in Zukunft durch Anklicken von Werbung und Videos "facebook Credits" erwerben können. (Calcalist)





Händel mal anders
Eine der erstaunlichsten Auftritte beim diesjährigen Israel Festival war das Konzert "Israel in Ägypten". Yair Dalal mit seinem Ensemble, das deutsche "L'Art del Mundo" mit dem Dirigenten Werner Erhardt (Foto oben), mit dem Tölzer Knabenchor wagten die quasi unmögliche Verbindung des Händel-Oratoriums mit jüdisch-orientalischer Musik. (ynet, Merkur Online)

Hura-Scheich Peres
Shimon Peres besuchte das Beduinendorf Hura im Negev. Das Dorf gilt als Paradebeispiel für erfolgreiche Integration der Nomaden in feste Strukturen. Bei seinem Besuch erhielt Israels Staatspräsident den Ehrentitel "Scheich Peres". (jpost)

Facebook-Revolution auch in Israel
Der "arabischer Frühling" hat jetzt auch Israel erreicht. Die Macht des Facebook bekamen die drei Großmolkereien Israels, Strauss, Tara und Tnuva zu spüren. Ein orthodoxer Familienvater empörte sich über den Preisanstieg bei Milchprodukten und
startete per Facebook einen Boykott von "Cottage". Dieser krümelige Hüttenkäse gehört zu jedem Frühstück in Israel dazu. In London und anderswo schon für einen Euro zu haben, kostet "Cottage" in Israel fast zwei Euro. Die Kampagne wurde von allen Medien aufgegriffen. Ein Becher Hüttenkäse wurde in der Knesset herumgereicht. Der Finanzminister drohte. Supermärkte boten "Cottage" zum halben Preis an und machten noch mehr Umsatz. Hüttenkäse ist dieser Tage das heißeste Thema in Israel. (n-tv)

King Kong in Jerusalem
Ein Witzbold machte aus der King George Straße kurzerhand die "King Kong" Straße. (jpost)





"Leiden" der Menschen im "größten Freiluftgefängnis der Welt"
In Khan Younis im Süden des Gazastreifens ist ein neuer Vergnügungspark mit Wasserrutschen, Karussells, Spielplätzen und saftigen grünen Wiesen eröffnet worden. Das internationale Medieninteresse an Vergnügungsparks in Gaza hält sich in Grenzen, zumal das "Leiden" der Menschen im "größten Freiluftgefängnis der Welt", Wassermangel und Stromausfälle sowie der Mangel an Baustoffen eher Schlagzeilen machen. Der ägyptische Journalist Ashraf Abu al-Hooul stellte fest, "dass der Luxus vorherrschend ist, besonders entlang der Küste von Gaza sieht man große Hotelresorts (Heplev). Außerdem sind die Geschäfte voll mit Luxusartikeln. Es gibt vielleicht eine offizielle und politische Belagerung durch Israel, aber sicherlich keine, die sich auf die Wirtschaft in Gaza ausgewirkt hat." Im September hat die Hamas den "Crazy Water Park" in Gaza zerstört, weil sich dort Männer und Frauen getroffen haben, was als unmoralisch gilt. (Israelheute)
Wasserpark Khan Younis
Palm Village Resort

"Hilfs"-Schiff für Gaza gestoppt
Die "Mavi Marmara" wird voraussichtlich doch nicht an der blockadebrechenden Provokation gegen Israel teilnehmen. Auf dem türkischen Schiff sind vor einem Jahr neun bewaffnete türkische "Friedensaktivisten" getötet und mehrere israelische Soldaten verletzt worden beim Versuch, das Schiff vor Gaza abzufangen. Nach dem Wahlsieg von Tayyip Erdogan deutet sich ein Kurswechsel an. Wegen Massakern an der eigenen Bevölkerung durch das Assad-Regime und Tausenden Flüchtlingen, geht Erdogan auf Distanz zu Syrien. Um nicht neues Feuer zu entzünden, "empfiehlt" Erdogan jetzt nicht mit der Mavi Marmara erneut Israel zu provozieren. Obgleich das
Die "Mavi Marmara" im Hafen von Istanbul
Die "Mavi Marmara" frisch renoviert
Schiff ein Jahr lang renoviert und modernisiert wurde (Maariv: Video), behaupteten dessen Betreiber der IHH, dass das Kreuzschiff nicht seetüchtig sei, wegen "der von Israel verursachten Zerstörungen an Bord". Andere Schiffe aus europäischen Ländern können sich an der Flottille nicht beteiligen, weil sie infolge einer israelischen Klage vor einem amerikanischen Gericht keine Versicherung abschließen können. Laut BILD Zeitung befürchtet die iranische Regierung, dass ihre Verbindung zu den IHH-Aktivisten aufgedeckt werden könnte. (JPost, WELT) Gegen das Auslaufen eines französisches "Hilfs"-Schiffes, hat die dortige Jüdische Gemeinde erfolgreich protestiert. (Ynet)

Deutscher Besuch bei "Technology 2011" in Tel Aviv
Bundesministerin Annette Schavan ist nach Israel gereist, um in Tel Aviv ein neues deutsch-israelisches "Minerva- Zentrum" zu eröffnen. Das soll sich mit allen Aspekten der letzten Phase des Lebens befassen. Soziale und medizinische, aber auch ethische und rechtliche Fragestellungen wollen in einem interdisziplinären Dialog behandelt werden. Über den Stand der Zusammenarbeit in Forschung und Technologie informierte sich die Ministerin bei einem Besuch auf der internationalen Technologiemesse "Technology 2011" in Tel Aviv. Zum Abschluss der Reise wird Schavan am Sonntag in Jerusalem die Ehrendoktorwürde der Hebräischen Universität Jerusalem verliehen. (BMF)

Lieberman trifft Ashton
Außenminister Avigdor Lieberman hat bei einem Treffen mit seiner EU-Amtskollegin Catherine Ashton erklärt, dass die Oslo-Abkommen nichtig wären, wenn die Palästinensische
Autonomiebehörde einseitig einen Staat ausruft. "Ein solcher Schritt wäre eine Verletzung aller Abkommen, die wir bisher unterzeichnet haben", sagte Lieberman. Dank der Osloer Verträge haben die Palästinenser eine staatsähnliche Selbstverwaltung, ein Parlament, eine bewaffnete Polizei mit eigenen Uniformen, eine Regierung und Wirtschaftsabkommen mit Israel.





Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat nach Gesprächen in Ramallah und Jerusalem fluchtartig Israel verlassen. Die deutsche Botschaft informierte die Journalisten, dass ein Hintergrundgespräch um 18:00 Uhr Ortszeit abgesagt worden sei, weil Westerwelle vor einer Wolke mit Vulkanasche fliehe. In Eritrea ist der Dubbi Vulkan ausgebrochen. Die Wolke mit Asche zog langsam in Richtung Norden und hatte gegen 16:00 Uhr Ortzeit Eilat erreicht... 300 Kilometer vom Ben Gurion Flughafen entfernt, von dem aus Westerwelle nach Berlin zurückfliegen sollte. Botschaftsangehörige bestätigten, dass der Protokollchef von Westerwelle wegen dem Aschewölkchen "sehr nervös" gewesen sei und seinen Chef zum sofortigen Abflug aus Israel gedrängt habe. "Am Ende sind sie trotz der Aufregung genauso spät abgeflogen wie ursprünglich geplant", sagte ein Diplomat im Privatgespräch.

Zur deutschen Berichterstattung über Israel schreibt Ralph Giordano in der WELT: ".Wenn ich aber immer wieder erleben muss, mit welcher Selbstverständlichkeit Israel hier bei uns von großen Teilen der öffentlichen und veröffentlichten Meinung auf die Anklagebank gesetzt wird; erleben muss, wie in meinem Vaterland Deutschland mit dem Stichwort "Gaza" auf mein Mutterland Israel eingedroschen wird - dann pfeife ich auf Rücksichtnahme, Taktik und Defensive, dann packt mich helle Wut, dann empöre ich mich und schreie Zeter und Mordio!..."

Der Seerechtler Heintschel von Heinegg sagt: "Israel kann und darf Hilfsschiffe nicht durchlassen". (ZEIT)

Durchgesickerte syrische Staatsdokumente belegen, dass Präsident Assad die Angriffe auf Israel Staatsgrenzen entlang der Golan Höhen orchestriert hatte. (Telegraph)






Die Ungewissheit um die sogenannte internationale Hilfsflotte in Richtung Gazastreifen, um die nicht mehr existente israelische Blockade zu durchbrechen, sorgt weiterhin für gespannte Unruhe. Die israelische Marine trainiert für alle Fälle, während sich in der Türkei eine Kehrwende abzeichnet. In Jerusalem haben sich europäische und andere Politiker die Klinke in die Hand gegeben, darunter Bundesaußenminister Guido Westerwelle und EU-Außenministerin Catherine Ashton. Alle drängen Israel, aufgerechnet jetzt den Palästinensern Konzessionen zu machen, um den Friedensprozess anzutreiben. Die israelischen Hinweise auf schwere Unruhen in Syrien mit vielen Toten und völlig ungewissem Ausgang, Demonstrationen in Jordanien und Aufruhr im Rest der arabischen Welt werden da nicht wahrgenommen.





Verrat an Palästina
Wettlauf um die Macht in Nahost: Jahrzehntelang haben die arabischen Nachbarn den Palästinenser-Staat verhindert. Ein Tag, zwei Erinnerungen: Für Israelis ist der 14. Mai der Tag der Staatsgründung 1948. Für die Palästinenser ist es "Al-Nakba" - die Katastrophe. Etwa 460000 Palästinenser aus dem Gebiet des entstehenden Staates Israel verloren Land, Haus und Heimat. Doch nicht die jüdischen Nachbarn, sondern palästinensische Führer, die damals in Kairo saßen und arabische Soldateska zwangen Hunderttausende Palästinenser zur Flucht - weil sie nicht Bürger des jüdischen Staates werden sollten. In seinem Buch über "Verrat an Palästina"
Ephraim Karsh: Palestine Betrayed
Yale University Press, London 2011, 342 Seiten, 15,99 €
zeichnet der international renommierte in London lehrende israelische Historiker Ephraim Karsh aus neuen britischen und israelischen Quellen nach, was arabische Politik vor 63 Jahren in Palästina anrichtete. Bedrückend: Viel hat sich seither nicht geändert. (Bayernkurier)

Lyris auf Schloss Gollwitz
Gemeinsam mit der Stiftung Begegnungsstätte Gollwitz ist es Dörthe Kähler gelungen, zwei LYRIS-Mitglieder nach Deutschland zu holen, Eva Avi-Yonah (90) und Yvonne Livay (69), damit endlich deutschsprachige jüdische Autoren aus Israel wahrgenommen werden. Die meisten LYRIS-Dichter sind zugleich Maler, Bildhauer und Musiker. Am 23.
Juni wird es auf Schloss Gollwitz (Brandenburg) eine kleine Werkschau geben mit Musik, Film (Doku 2008, "Klang der Worte"), Gemäldeausstellung, Lesung, Gespräch und Imbiß in Schloss und Schlossgarten. Anmeldung über info@rainstein.de




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Doppeltes Medaillenglück
...für die Israelis beim "Big Bowl" - dem großen international Flag-Football-Turnier. Im deutschen Walldorf erhielten die Damen die Silbermedaille, während sich das Herrenteam mit Bronze begnügte. (jpost)

Lacrosse
Als 42. Land erhielt Israel eine Mitgliedschaft im internationalen Lacrosse-Verband FIL. Damit ist der Weg frei für die israelische Nationalmannschaft, an der nächsten WM 2014 in Denver, USA teilzunehmen. (jpost)

Israelis in Bukarest
Steaua Bukarest hat einen neuen Trainer: Der Israeli Roni Levy. In einem Interview mit dem rumänischen Sportmagazin "Sport" gab der Inhaber des Clubs, Gigi Bakali, an, auch den Stürmer Amit Ben Shushan von Beitar-Jerusalem verpflichten zu wollen. (ynet)

Verstärkung für Mechelen
Leroy Tzeiri, der Mittelfeldspieler von Bnei Yehuda Tel Aviv, unterschrieb für drei Jahre beim belgischen Club Mechelen. (ynet)









Lichtfestival in Jerusalem. Fotos: Ron Peled








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Shalom
Thomas
ILI News
Thomas@il-israel.org





Am 23. Oktober 2011 ist der 2. deutsche Israelkongress!




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