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9. Juni 2013




Inhaltsverzeichnis



















Lese-Kamera für Blinde
OrCam OrCam gibt Sehbehinderten ihre Lesefähigkeit zurück. Eine kleine Kamera wird mit einem Magnet an der Brille befestigt. Der Brillenträger zeigt mit dem Finger auf den vorzulesenden Text. Der kleine Computer liest den Text und überträgt ihn hörbar über den Schädelknochen. Verkaufsstart ist nächste Woche in Israel (für 2.500 $). (krone, nytimes) DJ

Klebstoff für Nerven
Zerrissene und geschädigte Nerven können mit dem Klebe-Gel von Dr. Rochkind und Prof. Nevo (Universität Tel Aviv) repariert werden. Dazu werden die Nervenenden in eine biologisch abbaubare Röhre gesteckt, auf deren Innenseite das Gel aufgebracht ist. Es besteht aus entzündungshemmenden Anti-Oxidantien, Hyaluronsäure
(gegen Austrocknung) und dem synthetischen Peptid Laminin. Die Nerven heilen und ihre Fasern wachsen entlang der Laminin-Bahnen. Das Verfahren wurde bereits erfolgreich bei Tieren getestet. (aftau) DJ

Frische Früchte
Entzieht man Äpfeln der Sorte Granny Smith den Sauerstoff, bleiben sie bis zu einem Jahr frisch. Und besprüht man Kartoffeln mit Minze, dann sprossen sie für mindestens einen Monat nicht. Die Erkenntnisse stammen vom Volcani-Center, der Agricultural Research Organization in Rishon Lezion. Das Volcani Center hat auch Tomaten gezüchtet, die gegen das "gelbe-Blatt-Virus" immun sind. (themedialine) DJ

Laufen lernen
Menschen mit Hirnschäden können mit Re-Step das Laufen wieder erlernen. Re-Step wurde von Step of Mind Ltd. entwickelt und beruht auf einem ausgeklügelten IT-Algorithmus. Kolben des Schuhs neigen sich entsprechend der Bodenbeschaffenheit und speichern
gleichzeitig Daten über die Beweglichkeit des Fußes. Physiotherapeuten können ihr Therapieprogramm daher genau auf die Bedürfnisse des Patienten abstimmen. In einer ersten Versuchsreihe am Reuth Medical Rehabilitation Center haben bereits 10 Menschen mit Re-Step das Laufen wieder gelernt. (americanfriendsofreuth) DJ

Ausgestorben und wieder auferstanden
Der für ausgestorben erklärte Hula-Frosch ist nach fast 60 Jahren wieder in Israel aufgetaucht. Ein internationales Forscherteam aus Deutschland, Frankreich und der Hebrew University stellte fest, dass der israelische Frosch keinerlei lebende Verwandte mehr hat, aber von einer in Europa
weit verbreiteten, jedoch vor einer Million Jahren ausgestorbenen Art abstammt. Das Tier sei eine biologische Sensation, weil es sich als ein echtes lebendes Fossil herausstellte. (fnp, news-republic, Israelnetz, n-tv) TS

Grünes "Plastikgeschirr" für den Kompost
Das israelische Startup Ecosi (2002 gegründet) hat vom Erziehungsministerium die Genehmigung erhalten, anstelle der bisher üblichen Einweg-Plastik-Tabletts das umweltfreundliche "Hotray" bei täglichen
Schulmahlzeiten für 180.000 Schulkinder einzuführen. Die aus Zuckerrohrabfall hergestellten Hotrays von Ecosi halten Ofenhitze (bis 220 C), Fett und Feuchtigkeit aus, wie die "Konkurrenz" aus Plastik (CPET). Bisher wurden täglich 4,5 Tonnen unvergängliches Plastik auf den Müll geworfen, während Hotrays zu Kompost zerfallen. "Wir planen die Verwendung von 24 Mio. Tabletts ohne Plastik im Jahr in Israel", sagt Joseph Siani, CEO von Ecosi. Sein nächstes Ziel: Fluggesellschaften überzeugen, vom Plastik auf "grüne" Einwegtabletts aus Zuckerrohr umzusteigen. (Ecosi) TS

Israel erfindet die Natur
Israelische Hightech Landwirte kooperieren eng mit Mutter Natur, um Früchte und Gemüse zu erfinden. Hier eine Übersicht zu Exporten, die Israel 2 Mrd. US-$ im Jahr einbringen: Eine Erfolgsstory war die kernlose Beth-Alpha-Gurke, 1936 eingeführt, gefolgt von Yoqne'am Ananas and Ha'Ogen Melonen, schon 1950 entwickelt und weltweit erfolgreich. Israel21c hat einen "Salat" neuer israelischer Früchte und
Angello, samenlose Paprikas, waren eine Sensation bei der Frucht Logistica in der Schweiz.
Gemüsesorten zusammengestellt. Galia Melonen, ein Multi-Millionen-Dollar-Renner seit 1974, Orangetti-Spaghetti-Kürbis, Nektarinen-Mangos, Pomelit-Pampelmusen, die Cholesterol im Blut mindern, Angello, die ersten samenlosen Paprikas der Welt, schwarze Galaxy Tomaten mit viel Vitamin C, Goldy Zucchinis, Nano Wassermelonen, süßer als das Original, ein Mini-Basilikum-Baum fürs Wohnzimmer im Winter und vieles mehr. (Israel21c) TS



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Schmackhafte Innovationen aus Israel

Schon mal Portwein aus Granatäpfeln probiert oder Ihren Salat mit Avocadoöl benetzt? Zum Besuch in Israel gehören Golanwein und Maccabi Bier dazu wie ein Besuch in Jerusalem und Baden im Toten Meer. Jetzt können Sie sich Israel ins Haus holen mit Tee und Café, Nackenhörnchen aus Kibbuz Beth El, frischen Früchten und gesunden Datteln. Ein rundes Angebot, lieferbar in nur 48 Stunden mit Weinen, Säften, Pflegeprodukten, Gemüse und herrlichen Früchten, extra für Sie direkt von den Feldern Galiläas und der Negewwüste eingeflogen. Und haben Sie schon mal mit den Fingern Kerne aus einem Granatapfel herausgefummelt? Kein Problem: Mit dem Granatapfelentkerner geht das jetzt mühelos. Die besten israelischen Patente sind oft nur eine ganz simple Idee.
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Israel Inside
Teile des Haswell Prozessors von Intel, der in fast alle neuen Computer in der Welt eingebaut wird, wurde von 80 Israelis in Haifa und Kibbuz Yakum entwickelt. Die Tastaturen in zahlreichen Sprachen werden aus dem Hirn des PC kommen, einem Silikon-Chip aus Israel. Intel beschäftigt mehr als 8.000 in seinen Forschungszentren in Israel, darunter in Jerusalem und Petach Tikwa. (Ynet) Pech für die Boykottgruppen, die wohl bald keine Computer mehr benutzen können, wenn sie aufrichtig wären. TS
Israel inside"
(Youtube)

Braucht jemand eine Drohne?
Für Bundesverteidigungsminister de Maiziere vermutlich ein Alptraum, für Israel sind Drohnen ein Verkaufsschlager. Mit 4,6 Mrd. US-$ im Jahr ist Israel der größte Drohnen-Exporteur und verkauft doppelt so viele, wie die USA. So die Consulting Firma Frost & Sullivan. Der Bedarf an militärischen Drohnen für Beobachtung und Angriffe werde sich im nächsten Jahrzehnt vervierfachen. Drohnen werden kritisiert, wegen der Fähigkeit, zielgenau ferngelenkt zu töten. Doch israelische Drohnen verbringen nur die Hälfte ihrer Flugzeit im militärischen Auftrag. (IsraelHayom, ABC) TS
Minidrohne der israelischen Infanterie, um "über den Hügel hinweg" zu schauen
Foto: Sahm

Soda Stream hoch begehrt
Das Patent von Soda Stream, Leitungswasser in Pitzelwasser zu verwandeln, ist hochbegehrt. Angeblich wetteifern Pepsi Cola und Coca Cola um den israelischen Produzenten. Gehandelt wird die Summe von 2 Mrd. US-$. Soda Stream exportiert in 45 Länder mit einem Umsatz 2012 von 440 Mio. US-$. Die Berichte widersprechen einander. Soda Stream hat Geschichte gemacht. Wegen einer Lieferung nach Deutschland kam es zum Skandal. Die Firma produziert in
Maaleh Adumim, jenseits der "Grünen Linie" in einer "illegalen Siedlung" bei Maaleh Adumim. Die pingeligen deutschen Zöllner, weigerten sich, die Lieferung als "made in Israel" vom Zoll zu befreien. Es kam zum Prozess bei der EU. Der Ankläger meinte, dass nur die Grenzen des Teilungsplanes von 1947 für Israel gelten: Nazareth, der Ben Gurion Flughafen, Beer Schewa, der Süden von Tel Aviv und Naharia seien "besetze Gebiete". Soda Stream, Hauptziel der Boykottkampagnen, beschäftigt über 1.000 Palästinenser aus den PA-Gebieten. Deren Entlassung wäre eine Katastrophe für die Autonomiebehörde. Der Prozess gegen Soda Stream hat bei der EU die Forderung nach einer Kennzeichnung der Produkte aus den "illegal besetzten Gebieten" ausgelöst. Im Absurdistan Nahost erübrigt sich jeder weitere Kommentar. (heplev, forbes, bloomberg, reuters, Globes) TS

Treffpunkt Biotechnologie
Vom 10.-12. Juni findet die IATI-BioMed (früher ILSI BioMed) in Tel Aviv statt. An der internationalen Konferenz für Biotechnologie mit Fachmesse nehmen Experten sowie über 200 Firmen aus der ganzen Welt teil. Zum kompletten Programm hier. (BioMed) MN

Netafim gewinnt schwedischen Wasserpreis
Die israelische Firma Netafim, weltweit führend in der Tröpfchenbewässerungstechnik, hat den Stockholm Industry Water Award 2013 gewonnen. Die 1965 im Kibbuz Chatzerim gegründete Firma, heute im Besitz eines britischen Investmentfonds, erhält die Auszeichnung für ihren Beitrag zur nachhaltigen Wasserwirtschaft und innovative Ansätze beim Thema Wasser und Wassertechnologien. Weltweit wird auf über 10 Millionen Hektar Ackerland die wassersparende Tröpfchenbewässerung eingesetzt. Dabei erhält jede Pflanze exakt die von ihr benötigte Wassermenge. (Ynet, Botschaft, Netafim) TS

Tröpfchenbewässerung
Foto: Sahm

Auf Nummer sicher
Clal Insurance verlangt von jungen Autofahrern im Alter von 17-20 Jahren die Installation des Fahrsicherheitssystems der Firma MobilEye als Voraussetzung für den Abschluss einer Fahrzeugversicherung. Für zwei Jahre übernimmt Clal
auch die Kosten dafür. Nun berichtet die israelische Versicherungsgesellschaft, dass die Anzahl der Schadensersatzklagen seitdem um 45% zurückgegangen sei. Die Technologie von MobilEye ist weltweit führend im Bereich Fahrzeugsicherheit. (Wall Street Journal) Siehe dazu auch ANKÜNDIGUNGEN. MN

Ryanair goes IL
Ryanair will jährlich vier bis fünf Mio. Touristen nach Israel bringen. Dies kündigte Michael Cawley, der Vorstandsvorsitzende der irischen Fluggesellschaft bei
einem Treffen mit dem israelischen Verkehrsminister Yisrael Katz und dem Tourismusminister Uzi Landau an. (Globes) MN

Investment in Israel
Takeda Ventures Inc. ist vom Forschungs- und Entwicklungspotential (R&D) Israels beeindruckt und plant, Investments im Land zu tätigen. Dies gab Dr. Graeme Martin, Präsident des japanischen Pharmakonzerns, während seines Besuches in Tel Aviv vor der IATI BioMed-Konferenz bekannt. (Globes) MN



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6.000 Kaffeebecher für Peres
Jacobs Café, 1895 in Deutschland von Johann Jacobs gegründet, ehrt Israels Präsidenten zu seinem 90. Geburtstag mit einem Portrait aus 6,000 Pappbechern in unterschiedlichen Farben. Jacobs brach damit seinen eigenen Guinness Weltrekord. Das Mosaik aus
Kaffeebechern wurde innerhalb von 6 Stunden am Hafen von Tel Aviv aufgestellt. Das Design hatte Roman Bronditz'nsky gemacht. (Ynet) TS

Weltoffen
Über 20.000 Besucher aus aller Welt kamen nach Tel Aviv zum Gay Pride Event. Über 100.000 nahmen an der traditionellen Parade durch die Stadt teil. 50 verschiedene Events, darunter eine riesige Beach-Party, erwarteten die Besucher. Es ist bereits das zehnte Jahr in Folge, dass die Stadt am Mittelmeer zu einer Attraktion für Lesben und Schwule wird. (ynet) Israel ist das einzige Land in der
Region in dem das Ausleben der verschiedenen Glaubensrichtungen, Lebensweisen, Sexualität bzw. Homosexualität, etc. nicht geahndet werden. MN

Ehepaar kommt zum Honeymoon nach Tel Aviv
Auf Einladung von Tel Aviv's Global & Tourism Company kam das erste offiziell in Frankreich verheiratete Schwulenpaar zum Honeymoon nach Tel Aviv, um an der Gay Pride Parade am vergangenen Freitag teilzunehmen. Mr. Vincent Autin und Mr. Bruno Boileau waren Gäste der
französischen Botschaft, erhielten einen exklusiven Flug und übernachteten im Diaghilev Live Art Hotel. (PM der Tel Aviver Stadtverwaltung) TS

Manhattan in Blau-Weiß
Israel-Fahnen auf der Fifth Avenue. Zur jährlichen Celebrate-Israel-Parade sind Zehntausende Menschen durch New York gezogen. Der Umzug findet seit 1964 jedes Frühjahr in Manhattan statt. Bis 2010 hieß er »Salute to Israel Parade«. Diesmal stand er unter dem Motto »Israelische Kunst«. Auch Gäste aus Israel waren anwesend, darunter Minister und Abgeordnete. Tausende feierten Israel auch in London, unter anderem auf dem Trafalgar Square. (Jpost) TS

DFB unterstützt Projekt von Keren Hayesod.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) unterstützt das israelische Jugenddorf Hadassah Neurim, ein Projekt des Keren Hayesod. Die Delegation des DFB wird das Jugenddorf am 12. Juni 2013 besichtigen. Dort werden
junge Einwanderer in verschiedenen Sportarten gefördert. Zur Delegation zählen zwei Vorsitzende des Deutschen Fußball-Bundes, der Präsident des Fußballvereins "Borussia" Dortmund, der Vorsitzende der Commerzbank und Fußballspieler wie Lothar Matthäus und Günter Netzer, Trainer Otto Rehhagel und andere. (Pressemitteilungen) TS

Unerschrocken
reagierte Alicia Keys auf den Druck, ihr Konzert in Israel abzusagen. Der New York Times sagte sie, sie freue sich auf ihren ersten Besuch in Israel. Zum Boykottversuch fügte sie hinzu: "Musik ist eine universelle Sprache und hat das Ziel, das Publikum in Frieden und Liebe zu vereinen". (MSN) MN

Theaterfestival
Vom 17. - 26. Juni findet das erste internationale Hanoch Levin Theaterfestival in Tel Aviv statt. Neben israelischen Ensembles nehmen Theatergruppen aus Polen, Frankreich, Russland, Mexiko und Slowenien teil. Über zehn Tage lang werden ausschließlich Stücke des berühmten im Jahre 1999 verstorbenen Dramatikers gespielt. Zum Programm hier. (jpost) MN

Rennen für den Frieden
Nächste Woche wird Fomel 1 Star Giancarlo Fisichella einen Ferrari F1 durch die Straßen Jerusalems fahren. Der dreifache Gewinner der Formel 1 wird für die Aktion "Jerusalem Peace Road Show" fahren. (jpost) MN


Neue Gepäck-Kontrollen am Ben Gurion Flughafen
Die langwierigen Gepäck-Kontrollen am internationalen Ben Gurion-Flughafen bei Tel Aviv sorgen seit Jahren für Beschwerden der Flugpassagiere. Der Flughafen testet nun ein neues, automatisiertes Kontrollsystem. Die Koffer werden künftig in einem unterirdischen Raum untersucht und ins Flugzeug gebracht. Das neue System erkennt automatisch Sprengstoff oder Waffen. Das System soll Zeit und Ärger vor allem mit arabischen Passagieren ersparen. (Israelheute, Israelnetz) TS
Foto: Sahm

Bundesregierung will korrekte Herkunftsangaben
Die Bundesregierung hält eine Kennzeichnung "Made in Israel" nur "für Produkte aus dem israelischen Staatsgebiet innerhalb der Grenzen von vor 1967" für zulässig. Sie antwortete (17/13511) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen (17/13339). Maßgeblich sei die vollständige Information des Verbrauchers. Das israelische Außenministerium erklärte, dass die Initiative vor allem 22.500 palästinensischen Arbeitnehmern in Siedlungen schaden werde. Zudem fragt sich, warum nur Produkte aus israelisch besetzten Gebieten gekennzeichnet werden sollen, nicht aber Produkte aus dem türkisch besetzten Nordzypern, aus Tibet und Dutzenden anderen "besetzten Gebieten". (Bundestag, Algemeiner) TS
Migros Foto:Sahm

Friedenstruppen in Nahost
Israel bedauerte den Beschluss Österreichs, seine 380 Soldaten von der 1.000 Mann starken UNDOF Friedenstruppe auf den Golanhöhen abzuziehen. Sie dienten als Mittler, solange Syrien sich an die Vorgaben der Entflechtungsabkommen von 1974 hielt. Strategieminister
Juval Steinitz äußerte scharfe Kritik an mutmaßlich amerikanischen Absichten, internationale Friedenstruppen im künftigen palästinensischen Staat zu stationieren und sie die Sicherheit Israels "garantieren" zu lassen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass Friedenstruppen schnell verschwinden, sowie die Lage ernst wird. Das war 1967 so und erneut 2005 nach dem israelischen Rückzug aus Gaza und nach 2006 im Libanon. (Jpost) TS




Clemens Wergin über Syrien: Eine vorzügliche Analyse mit historischem Hintergrund zu Syrien und allen beteiligten oder unbeteiligten Mitspielern. Das Beste, was bisher in deutschen Medien zu Syrien erschienen ist. (Welt) TS

Flucht von Gaza nach Israel: 4 junge Palästinenser unter 18 sind von Gaza nach Israel geflohen. Die Lage in Gaza, darunter die Arbeitslosigkeit, sei so schlimm, dass die jungen Männer ein Leben im israelischen Gefängnis dem Leben in Gaza vorziehen. Die jungen Männer gingen "illegal" über die Grenze nach Israel und wurden erst mal
Gaza Foto:Sahm
festgenommen. Im Gefängnis hätten sie regelmäß0ige Arbeit, gute Bezahlung, gutes Essen und viel Freizeit bekommen. (camera, al-monitor) TS

Israelische Spenderniere rettet palästinensischem Jungen das Leben: Es war eine Tragödie, wie sie das Leben von Eltern zerstören kann: Der dreijährige Noam fiel aus einem Fenster der Wohnung seiner Eltern im vierten Stock und erlitt schwerste Hirnverletzungen. Nach einiger Zeit stellten die Ärzte fest, dass sein Leben nicht mehr zu retten war. Da Organspenden im Judentum umstritten und Noams Eltern Sarit und Avi religiös sind, berieten sie sich in dieser schweren Stunde
Der zehnjährige
Empfänger der Niere
(Foto: Schneider
Medical Center)
mit einem Rabbiner, ob er unter religiösen Aspekten eine Organspende für erlaubt halten würde. Dieser stimmte zu, und es wurde ein passender Empfänger für eine der Nieren von Noam gesucht. Da Noam erst drei Jahre alt war, kam als Empfänger nur eine Person mit einem Gewicht von unter 30 kg in Frage. Auf der Empfängerliste fand sich ein zehnjähriger palästinensischer Junge aus der Nähe von Bethlehem, der seit sieben Jahren im Krankenhaus Shaarej Tzedek auf eine Spenderniere wartete. Da der Junge kein Einwohner Israels ist, mussten Noams Eltern ihr Einverständnis erklären, was sie ohne zu zögern taten. "Uns ist es egal, ob es sich um ein palästinensisches Kind handelt", so Mutter Sarit heute. "Ich hoffe, es bringt uns Frieden." Nach der Operation sagte der Vater des Empfängers, ihm fehlten die Worte, um seine Dankbarkeit gegenüber der Familie Naor auszudrücken. Nach Jahren des Wartens wirke sein Sohn mit der neuen Niere wie neugeboren. Sarit bat darum, mit Präsident Shimon Peres sprechen zu dürfen, dessen Einsatz für den Frieden sie sehr bewundert. Dem Krankenhaus gelang es, zwischen dem Präsidenten und Noams Mutter ein Telefonat zu arrangieren. "Es ist schrecklich, ein Kind im Alter von drei Jahren zu verlieren", so Peres. "Mein Herz ist bei Ihnen." Die Entscheidung für die Organspende bezeichnete er als "einen der bewegendsten Beiträge für den Frieden".
(NL Isr. Botschaft, Schneider Medical Center/Ynet/Jerusalem Post)



Wie immer, gibt es zwei Seiten zu der kommenden Woche: das Alltagsleben der Israelis, bei selbst abends kaum abkühlenden Sommertemperaturen von über 30 Grad, und dann die für Politiker bewegende Außenpolitische Front. Auch wenn letztere sicher die Wichtigere ist, so ist es doch immer wieder wichtig daran zu erinnern, dass der "Durchschnittsisraeli" oder der einfache Tourist in seinem Tun und Handeln erst einmal unbetroffen von den Geschehnissen im Süden oder hohen Norden ist. Die Bedrohung durch Nachbarstaaten ist schon seit der Staatsgründung Teil des Alltags und wird zwar wahrgenommen, aber ist kein Grund für ständige Besorgnis oder gar Verhaltensänderungen. Im Gegenteil! Sind es doch gerade die Israelis, die das Leben zu genießen wissen. Auch nach einem harten Arbeitstag füllen sich die unzähligen Bars, Cafes und Restaurants, von denen es nicht genug geben kann und die absolut alle Geschmacksrichtungen abdecken, sogar zu nächtlicher Stunde (mit Jung und Alt). In diesem Sinne, ist es auch vorwiegend nur die Außenpolitik, die durch den bevorstehenden Abzug des 380 Mann starken österreichischen Kontingents von den UNDOF Truppen (insgesamt 1.000 Mann), der die Entwicklungen an der Grenze zwischen Israel und Syrien stark beeinflussen wird, überschattet wird, während das Treiben in den Malls und an den Stränden davon unberührt bleiben. Zum Verständnis der Bedeutung des Abzugs der Österreicher: Die Syrer haben entgegen den Abkommen schon Panzer an ihre "Front" gegen die Rebellen hart an der israelischen Grenze vorgerückt, während die UNDOF Beobachter machtlos waren und sich wegen Beschuss in ihre Bunker zurückgezogen haben. Auch die Philippinen erwägen, ihre Soldaten abzuziehen, wegen mehrfacher Entführungen. Die UNO-Soldaten können zwar nicht in Kämpfe eingreifen, aber ihre Präsenz hat mäßigenden Einfluss au beide Seiten. Jetzt hat Vladimir Putin erklärt, russische Soldaten zur UNDOF schicken zu wollen. Doch anders als Österreicher, Philippinos oder Inder, die bisher in der UNDOF dienen, stehen die Russen voll auf Seiten des syrischen Präsidenten Assad. Die Rebellen dürften sie kaum als "neutrale" Friedensbeobachter akzeptieren. Schlimmer noch. Israelische Militärs befürchten, dass russische Soldaten als "Spione" dienen könnten, um Assad Informationen zu Truppenbewegungen weiterzuleiten. Gleichzeitig fordert Israel von der UNO, ihre Verpflichtung einzuhalten und Truppen zu schicken, um das Entflechtungsabkommen von 1974 aufrecht zu erhalten. Denn die Alternative wäre fast unweigerlich eine Fortsetzung des Jom Kippur Krieges von 1973 zwischen Israel und Syrien. TS



Friedenstruppen
Friedenstruppen bringen keinen Frieden. Sie haben oft ein Mandat der UNO und sollen meistens nur beobachten und Vertragsverletzungen nach New York zur UNO melden. Sie haben keine schweren Waffen und können deshalb keine Vertragsverletzungen oder einen Kriegsausbruch verhindern. Solange sich die betroffenen Parteien, etwa Syrien und Israel oder Libanon und Israel an die Abkommen halten, führen sie eine segensreiche Arbeit durch, indem sie Nachrichten zwischen Parteien übermitteln, die ansonsten nicht miteinander reden. Friedentruppen sind nur solange aktiv, wie beide Seiten ihre Präsenz akzeptieren. 1967 brach der Krieg aus, nachdem die Ägypter den Abzug der UNO-Beobachter verfügt hatte. Die UNIFIL konnte den Libanon-Krieg 2006 nicht verhindern. Danach war sie unfähig, den Schmuggel von 10.000 Raketen an die Hisbollah im Libanon zu verhindern. Jetzt droht Gefahr, dass die UNDOF Beobachter entlang der Grenze zwischen Israel und Syrien ebenso verschwinden, wie die EUBAM Beobachter und Zöllner an der Grenze zwischen Gazastreifen und Ägypten. Friedenstruppen können Krieg nicht verhindern und ihre Aufgabe nur solange ausführen, wie beide Parteien an Ruhe interessiert sind. Kein Wunder, dass sich Israel im Rahmen eines Friedensabkommens mit den Palästinensern nicht auf solch einen "Friedenstrupp" zur Sicherung der Abkommen verlassen wollen würde. TS



MobilEye, Pionier fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme (Advanced Driver Assistance Systems, ADAS), wurde 1999 von Prof. Amnon Shashua und Ziv Aviram gegründet. MobilEye entwickelt optische Systeme, mit denen die Sicherheit von Autofahrern, Fußgängern gesteigert und die Unfälle verhindert werden. Mobileye Germany GmbH
Tochtergesellschaft des israelischen Unternehmens Mobileye feiert am 12. Juni ab 9.00 Uhr im Golf Club Kosaido, Am Schmidtberg 11 in 40629 Düsseldorf sein erstes Jubiläum mit einem "Meet & Greet".
Anmeldung per Email bei Michael Turner, Sales Manager Fleet & Aftermarket D, A, CH: Mobil: +49 174 3393014 Office: +49 211 15760544 (Mobileye)

"Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus" (JFDA): Zusammen mit der TU Berlin am Montag, 10.06.2013 um 19 Uhr im Lichthof der TU Berlin Veranstaltung zum Thema "Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert". Anmeldung per Email. Grußwort Prof. Dr. Jörg Steinbach, Präsident der TU Berlin; Lala Süsskind,
Vorsitzende des JFDA, S.E. Yakov Hadas- Handelsman, Botschafter des Staates Israel (Vorgetragen von Tal Gat, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Botschaft des Staates Israel). Vortrag Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel (TU Berlin) "Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert". Podiumsdiskussion mit Marieluise Beck MdB (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Florian Bernschneider MdB (FDP), Gitta Connemann MdB (CDU), Petra Pau MdB (DIE LINKE), Dr. Dieter Wiefelspütz MdB (SPD) Moderation: Jochen Feilcke (DIG Berlin-Potsdam). TS

Filmscreening des Autonomen Schwulenreferats an der Uni Trier: Universität Trier, Campus I, Hörsaal 3, am Dienstag, 11.06., 20 Uhr: Israelischer Spielfilm "Yossi - Ha-Sippur Shel Yossi" (2012) von Eytan Fox, 85 Minuten mit Oz Zehavi, Ohad Knoller, Orly Silbersatz Banai, Ola Schur Selektar, Lior Ashkenazi. Yossi Hoffman ist ein angesehener und engagierter Kardiologe, der durch seinen unerbittlichen Einsatz für seine Arbeit versucht, einem tragischen Ereignis in seiner Vergangenheit zu entfliehen. Seit dem Tod seines Geliebten Jagger (Yossi & Jagger) lebt er allein und zurückgezogen. (cineasta, DIG) TS



U21-EM in Israel
Bei der U21-EM im Fußball hat die israelische Mannschaft am Mittwochabend nur knapp einen Sieg verpasst. Das Team von Trainer Guy Luzon lag beim Eröffnungsspiel gegen Norwegen 2:1 in Führung, als der Norweger Harmeet Singh in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer erzielte. Endstand war 2:2. In der zweiten Partie besiegte Italien England mit 1:0. Die UEFA hatte alle Boykottaufrufe propalästinensischer Aktivisten abgewehrt, die Spiele in Israel abzusagen. Die FAZ berichtet über die Fan-Bars in Jerusalem und spricht von einem "Fussball-Frühling" in Israel. (FR, de.news, ynet, BR, FAZ UEFA) TS

Medaillenreigen in Innsbruck
Große Erfolge für Israel bei der offenen Taekwandoo-Meisterschaft in Österreich: Ron Atias (Foto) gewann die Goldmedaille in der Kategorie unter 58kg; Ilan Berginski erhielt Silber in der Kategorie unter 68kg; Edi Sherbensko Silber in der Kategorie 54kg und Motti Lugassi Bronze in der Kategorie unter 58kg. An dem Turnier in Innsbruck nahmen 1345 Sportler aus über 40 Ländern teil. (ynet) MN

Fußball
Passend zum Start der U21-EM in Israel sprach das Fußballmagazin "11 Freunde" mit dem deutschen Profi Manuel Bölstler über seine Erfahrungen als Spieler in der israelischen Liga. (11Freunde) AN



Danken an Alle, die sich am Israeltag 2013 beteiligt haben und ganz besonders den Organisatoren und Veranstaltern! Eindrücke aus den einzelnen Orten finden sich auf der ILI Website mit Fotos, Berichten und Videos.
Auch 2014 wird wieder Israeltag gefeiert: dann am 14.Mai 2014!
Und der 3. Deutsche Israelkongress wird am 10. November 2013 in Berlin stattfinden.
Kontakt: israeltag@il-israel.org







Super Rote-Bete-Salat mit Orangen-Tahini Dressing
Rote Beete Stumpf und Spitze abschneiden, mit Olivenöl, Seesalz und Pfeffer in Aluminium eingepackt ca. 20 Minuten bei 200 Grad backen. Abkühlen und mit der Hand schälen, würfeln.
Buchweizen 30 Min. einweichen und wie Reis kochen.
Salatstücke, Rote Bete, Buchweizen, Fetta und Sonnenblumenkerne vermischen.
Tahini, Olivenöl und Orangensaft im Glas gut schütteln. Mit Salz und Pfeffer würzen. Dressing über den Salat geben.
Man kann den Salat mit Gurkenstückchen, Radieschen, Petersilie, Schnittlauch, Koriander oder anderem Grünzeug anreichern.

Foto: Sahm

2 Handvoll Salatblätter, gerupft
4 gebackene Rote Bete, gewürfelt
1 Tasse gekochter Buchweizen
80 Gramm Fettakäse oder anderer Käse
2 Esslöffel Sonnenblumenkerne
1 EL Tahini
1 EL Olivenöl
Saft von 1/2 Orange
Salz und Pfeffer



Dudu Fisher bringt Israel in die Welt

Der israelische Pianist Boris Giltburg (28) hat in Brüssel den diesjährigen Queen Elisabeth-Klavierwettbewerb gewonnen. (Isrelheute)


Juden, Drusen, Araber spielen bei Maccabi Tel Aviv


Rami Levi ist eine israelische Legende. Vom "Tellerwäscher" zur Supermarktkette für alle


Kochwettbewerb bei israelischer Armee.
Totale ethnische Vielfalt


Soldaten machen palästinensischen Traktor flott



Bitte schickt auch Ihr uns Eure Aufnahmen - Bilder die Israel zeigen, wie Ihr es seht und erlebt habt.
Helft uns, die breite Vielfalt dieses wunderbaren Landes in Bildern einzufangen und wiederzugeben



5. - 13. Juni: Installationen von Künstlern aus der ganzen Welt beim Lichtfestival in Jerusalem (Light in Jerusalem) MN



Shalom
Thomas
ILI News
Thomas@il-israel.org



Am 14. Mai 2014
ist wieder Israeltag!


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