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05. September 2016

Inhaltsverzeichnis



















Neue Behandlung für nichtalkoholische Fettlebererkrankung
Die Biotechnologiefirmen Hadasit und BioLineRx entwickeln mit BL-1210 eine Behandlung für nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH). Das Mittel "moduliert" das Immunsystem, um die Narben zu reduzieren, die zu Zirrhose führen, sagt Dr. Kinneret Sawitzki, Chief Executive Officer von BioLineRx. Bei der Leberzirrhose (Schrumpfleber) geht das Lebergewebe zugrunde und wandelt sich nach und nach in Narben- und Bindegewebe um. Es gibt derzeit keine FDA-zugelassenen Behandlungen. (hadassah) DC

Mit anderen Sinnen -Hilfe für Sehbehinderte
RenewSenses, basierend auf der Forschung von Professor Amir Amedi von der Abteilung für Medizinische Neurobiologie an der Hebräischen Universität und dem Edmond & Lily Safra Center for Brain Science, entwickelt Geräte, die blinden und sehbehinderten Menschen helfen können, mit anderen Sinnen zu navigieren. EyeCane, eine kleine Taschenlamp-artige Vorrichtung übersetzt den Abstand zu einem Ziel in eine entsprechende Frequenz akustischer und taktiler Signale, sodass der Benutzer in einem Bereich von bis zu fünf Metern die Welt um sich herum "fühlen" kann. Nach nur fünf Minuten Training können Benutzer Entfernungen abschätzen, Hindernisse vermeiden und erfolgreich in einfachen Umgebungen navigieren. Ein weiteres Produkt ist EyeMusic, das Klänge verwendet, um Farben, Formen und Lage von Objekten zu vermitteln. Für den Nutzer wird eine Miniatur-Kamera mit einem Smartphone oder Kleincomputer an Stereo-Kopfhörer angeschlossen. Die Bilder werden in "Klanglandschaft" umgewandelt. Nach dem Training können blinde Menschen die Buchstaben des Alphabets "sehen", oder Bilder von Tieren und auch ein Objekt wie ein Paar Schuhe oder eine Person in einer komplexen visuellen Landschaft erkennen. (afhu) DC


Weicher Ansatz für Prothesen
Dr. Yair Shokef von der Tel Aviv University School of Mechanical Engineering und Prof. Martin van Hecke von der Universität Leiden (Niederlande) haben ein Material entwickelt, das in jede beliebige Form "gemorpht" werden kann. Das programmierbare Metamaterial (sie nennen es Maschinenmaterial) ist ideal für Prothesen oder tragbare Technologie, bei der eine enge Passung mit dem Körper wichtig ist. (ToI) DC


Kinder mit Handy im Autoverkehr höchst gefährdet
Forscher der Ben-Gurion University of the Negev haben herausgefunden, dass Kinder mit Handy im Straßenverkehr wesentlich gefährdeter seien als Erwachsene. Da sehr viele Kinder heute ein Smartphone bei sich tragen, müsse deren Verhalten im Straßenverkehr genauer erforscht werden. Mehr als ein Drittel der Verkehrstoten seien Fußgänger, mit einem hohen Anteil von Kindern. 14 Erwachsene und 38 Kinder erprobten das Überqueren einer Straße - während sie telefonierten - in einem Simulator. Der Versuch zeigte, dass die Kinder durch das Telefonieren abgelenkter waren, als ältere Testpersonen. (dx, ToI) TS

Roboterwurm schwimmt und klettert
Ingenieure der Universität Ben-Gurion haben mit SAW (Single Actuator Wave-like) einen Roboter entwickelt, der sich nicht nur in einer wellenförmigen Bewegung schnell vorwärts und rückwärts über instabiles Terrain bewegen kann, sondern auch schwimmt. (iob, aabgu, Youtube) DC

Mobiler Psychiater
Die Start-up-Firma Lifegraph verwandelt Handys seelisch kranker Patienten in mobile Psychiater, die vor gefährlichen Verhaltensänderungen warnen. "Diese App stellt den Beginn einer Revolution in der Psychiatrie dar", sagt Dr. Dror Dolfin, Berater von Lifegraph und Psychiater im Geha-Krankenhaus in der Stadt Petach Tikwa bei Tel Aviv. "In einem Berufsfeld, in dem Diagnosen auf subjektiven Eindrücken und Aussagen von Patienten beruhten, haben wir mit Lifegraph erstmals ein Instrument, das objektive Daten sammelt und analysiert", sagt Dolfin. Es sei "fast wie ein Röntgenbild fürs Hirn." (lifegraph, Welt) KR

Torso aus Stammzellen
Menschliche Gewebe sollen direkt aus dem Drucker kommen: »Eigentlich ist es genau das Gleiche wie bei einem normalen 3D-Drucker, nur dass bei uns die Tinte durch Zellen und Gewebe ersetzt wird und das Verfahren etwas komplexer und aufwendiger ist«, erklärt Simon Fried, Mitbegründer von Nano Dimensions. Das Elektronik-Start-up hat sich mit Accelta aus Haifa zusammengetan, einer Firma zur Massenproduktion von Stammzellen. »Es ist diese einzigartige Kombination aus Biologie und Technik, die in den nächsten Jahrzehnten den medizinischen Fortschritt bestimmen wird«, sagt Fried. Accelta und Nano Dimensions haben es sich zum Ziel gesetzt, pluripotente Stammzellen so zu programmieren, dass sie in jede Art von Gewebe gedruckt werden und schließlich eigenständig weiterwachsen können. Eine Leber aus dem Drucker? »Das ist die Idee, richtig«, bestätigt Fried. »Die Gewebeformen, die gedruckt werden können, werden mit der Zeit in ihrer Struktur und Systematik immer komplexer werden.« Ganze Organe seien zurzeit noch ein Zukunftsprojekt; man befinde sich noch auf dem Stand von einfachen, dreidimensionalen Organoiden. Fried zeigt sich jedoch optimistisch: »Es ist keine Frage mehr, ob das passieren wird. Sondern nur, wann es so weit ist.« (JA) KR



Familie übergibt "Sammlung" ihres toten Vaters
Eine mittelalterliche "Handgranate" und 3500 Jahre alte Kunstobjekte wurden der Antikenbehörde (IAA) übergeben. Der inzwischen verstorbene Marcel Mazliah hatte sie am Strand beim Kraftwerk von Hadera aufgesammelt und widerrechtlich in seiner Wohnung gehortet. Die Mazliah-Familie aus Givataim entdeckte den Schatz nach seinem Tod und meldete ihn der staatlichen Antikenbehörde. Die Granate wurde mit "griechischem Feuer" gefüllt, versiegelt und im 11 bis 14. Jahrh. von Kreuzfahrern, Ajuben und Mammeluken auf Feinde geworfen. Die IAA-Kuratorin Ayala Lester vermutet, dass die Granate und andere Objekte bei einem Sturm in der frühen islamischen Periode von Bord eines Schiffes gefallen seien. (ToI) TS


Zeitkapsel in Höhle gefunden
Beim Sprengen eines Felsen auf der Trasse einer Straße bei Rosch Haaiyn entdeckten Arbeiter vor 16 Jahren die Qesem-Höhle. Bei ihrer Erforschung stellte sich heraus, dass sie eine "eingefrorene Zeitkapsel" aus einer kritischen Periode der Menschheitsgeschichte vor 400.000 Jahren enthielt. Archäologie Professor Ron Barkai der Tel Aviv Universität bezeichnet die Höhle als einen der wichtigsten prähistorischen Fundorte der Welt. "Die Höhlenbewohner waren uns ähnlicher als dem vorzeitlichen Homo Erectus." Die Archäologen machen das fest an der verwendeten Technologie zum Schnitzen, ihrem Benehmen, Jagdtechnik und der Verwendung von Feuer. Revolutionär war die Entdeckung, dass die Bewohner der sehr gut erhaltenen Höhle gekochtes Fleisch gegessen hätten. Professor Torsten Otmeier der Universität Erlangen-Nürnberg kommt mit seinen Studenten, weil diese Höhle einen "Wendepunkt in der Entwicklungsgeschichte des Menschen aufzeige". Professor Barkai berichtet, dass hier die ältesten Messer mit Griff gefunden worden seien. In Europa seien Messer erst vor 30.000 Jahren eingeführt worden. (Ynet) TS




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Ben Gurion Airport - Nummer 6 weltweit
Ben-Gurion International Airport ist einer der sichersten Flughäfen der Welt. Jetzt wurde er bei einer Umfrage unter den Lesern von Travel + Leisure mit 78 Punkten direkt vor dem Münchener Flughafen zum sechst besten globalen Luftdrehkreuz der Welt gekürt. Asien schneidet allgemein gut ab: Singapore Changi Airport ist mit 90.93 Punkten an der Spitze. (I21c) DC



Künstliche Intelligenz schafft bessere Ernten
Das 2014 gegründete Startup Prospera aus Tel Aviv setzt ein computergesteuertes System von Feldkameras und Klimasensoren ein, um Landwirten zu helfen, Bewässerung Pestizide und Düngemittel optimal zu verwalten, um maximale Ernteerträge zu erzielen. Das Konzept ist in der Praxis so erfolgreich, dass der amerikanische Risikoinvestor Bessemer Venture Partners eine Finanzierung von USD 7 Mio. ermöglichte. (ToI) DC

Smart Glas für Mercedes
Die 2010 gegründete Firma Gauzy aus Tel Aviv stellt Flüssigkristallglasplatten (Smart Glas) her, die man durch eine Berührung von transparent auf undurchsichtig stellen und abdunkeln kann. Smart Glass kann zum Dimmen von Autoscheiben oder für interaktive Schaufenster, aber auch für Kühlschranktüren oder Duschkabinen eingesetzt werden. Das Startup ist nun für die Teilnahme am Akzelerator-Programm von Mercedes-Benz ausgewählt worden. Gaudy war unter den 13 Firmen, die aus 300 Startups weltweit für das Programm ausgewählt wurden. Eyal Peso, der CEO der Firma: "Als Ergebnis haben wir Büros in Stuttgart eröffnet." (ToI, automobilwoche, StN, Gauzy) DC

Spacecom bei Explosion zerstört
Bei der Explosion einer Trägerrakete vom Typ Falcon9 in Cape Canaveral, dem amerikanischen Raumfahrtzentrum, wurde auch der israelische Satellit Amos 6 zerstört. Der Kommunikationssatellit sollte Vorgängerversionen der Amos-Serie im Weltall ersetzen und für Facebook Internet-Zugang für ganz Schwarz-Afrika liefern. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte Sendekanäle bei Amos 6 für USD 95 Mio. Dollar für fünf Jahre gemietet. Der israelische Satellit war zwar mit USD 200 Mio. versichert, aber der Unfall könnte den Bestand der israelischen Weltraumindustrie gefährden. Schon abgeschlossene Verträge sind jetzt gefährdet, darunter des Verkaufs von über 40% Anteile der Satelliten-Firma Space Communication an die chinesische Gruppe Xinwei Peking für USD 285 Mio. Unklar ist auch, ob Zuckerberg 3 Jahre bis zur Fertigstellung eines neuen Amos 6 Satelliten warten will. Viele deutsche Medien verschweigen, dass bei dem Unfall ein israelischer Satellit zerstört worden ist und reden von einem "Facebook-Satelliten". (Ynet, Israelnetz, FAZ) TS









Gebet an Klagemauer erhört
Eine Katze war von einem hohen Podest in eine Ritze der Klagemauer gesprungen und kam nicht mehr runter. Ihr Gebetsjammer wurde schnell erhört. Mangels Leiter stapelten Betende Plastikstühle. Einer lockte die Katze zu einem waghalsigen Sprung in die Freiheit. Es war schon das zweite Mal, dass es die Katze in eine hohe Ritze der Klagemauer zog, in die fromme Juden normalerweise Zettel mit Bittschriften an Gott stecken. (Ynet) TS

Pech gehabt
Saber Rebai, ist ein tunesischer Sänger, beliebt in der arabischen Welt. Er war eingeladen, in der neuen palästinensischen Stadt Rawabi ein Konzert zu geben. Er reiste über Jordanien ein. An der Allenbybrücke, der (von Israelis kontrollierten) Grenze zwischen Jordanien und dem besetzten Westjordanland, sprach ihn ein perfekt Arabisch-sprechender Uniformierter an. Rebai dachte, es sein ein palästinensischer Offizier und stimmt zu, ein gemeinsames Selfie zu machen. Doch der Offizier Hadi Khatib war ein israelischer Araber und Verbindungsoffizier von Cogat, der israelischen Zivilverwaltung. General Yoav "Poli" Mordechai, Befehlshaber von Cogat, veröffentlichte das Foto mit dem ahnungslosen Tunesier, über den nun in der arabischen Welt ein "Shitstorm" hereinbrach. Wie konnte er sich nur mit einem israelischen Soldaten ablichten lassen? (INN) TS

Brautkleid 2 Monate im Toten Meer untergetaucht
Der Salzgehalt im Toten Meer ist so hoch, dass man auf dem Wasser liegend Zeitung lesen kann. Die israelische Künstlerin Sigalit Landau wollte herausfinden, was mit ihrem eigenen Brautkleid passieren würde, wenn sie es 2 Monate lang in das Salzwasser taucht. Das Ergebnis, ein Brautkleid mit Salzkristallen, ist jetzt in der Marlborough Contemporary Gallery in London zu sehen. "Es sieht aus wie Schnee, wie Zucker, wie eine Umarmung des Todes", sagte die Künstlerin. (medialine, monopol) TS, KR

Weniger verheiratete Paare
Die Organisation Hiddush hat anhand von Daten des Israel Central Bureau of Statistics herausgefunden, dass in Israel die Zahl der verheirateten Paare um 6,5% gefallen und die Zahl der unverheiratet zusammenlebenden Paare um 29% gewachsen sei. Sogar die Zahl der im Ausland heiratenden Paare sei gesunken. Schuld daran sei das religiöse Establishment, das viele junge jüdische Israelis abschrecke, zu heiraten, so Rabbi Uri Regev, der Direktor von Hiddush. Regev fordert eine Abschaffung des Oberrabbinats, weil das die Familienstrukturen in Israel zerstöre. (cts) TS

Schnelle Erdbebenhilfe für Italien
Ein Team von 20 israelischen Freiwilligen aus IsraAID war als erste ausländische NGO bei den Erdbebenopfern in Italien. IsraAID baut Notunterkünfte für obdachlose Familien, verteilt Nahrungsmittel und andere Gegenstände und bietet psychologische Hilfe und Trauerberatung an. Israel hat auch angeboten, Such- und Rettungsteams zur Verfügung zu stellen. (ToI, cufi) DC

Pflege-Stipendien für 18 Äthiopier
18 junge äthiopische Männer und Frauen erhielten Lapan Stipendien für ihre Ausbildung in der Pflege. Das Hadassah-Programm hilft Neueinwanderern qualifizierte Arbeitsplätze zu bekommen und stärkt die Gesundheitsversorgung in Jerusalem. (hadassah) DC

Schon wieder Nachwuchs im Safari-Park in Ramat Gan
Dikla hat ein Baby zur Welt gebracht. Der Kleine war bei der Geburt schon 1,90 m groß. Allerdings beachtete Dikla ihren Nachwuchs nicht und eilte zurück zur Herde. Beim Biologischen Institut in Beth Dagan wurde daraufhin "colostrum" und besondere Ziegenmilch besorgt, um das Giraffenbaby mit der Flasche zu stillen. Safari-Veterinär Dr. Igal Horowitz verabreichte Dikla Spritzen mit Hormonen und anderen Medikamenten, um ihre mütterlichen Instinkte zu wecken. Doch es nützte nichts. "In den ersten beiden Tagen haben wir ihn kaum aus den Augen gelassen, damit er überleben möge", sagte Itzik Franco, Leiter der Elefanten und Giraffen-Abteilung des Safari-Parks. Vor 2 Wochen kam Topak zur Welt, ein weißer Rhino. (Ynet) TS

Israels jüngstes Frühchen aus Klinik entlassen
Israels jüngstes überlebendes Frühchen ist aus dem Krankenhaus entlassen worden - obwohl ihm die Ärzte des Ichilov-Krankenhauses zuerst kaum Überlebenschancen eingeräumt hatten. Der kleine Aharon sei nach 22 Schwangerschaftswochen zur Welt gekommen. Nach fünf Monaten intensiver Behandlung im Krankenhaus sei der kleine Junge nun in gutem Zustand. "Das ist nach unseren Informationen das erste Mal, dass in Israel ein so früh geborenes Baby überlebt hat", sagte der Leiter der Frühgeborenenstation, Dror Mandel. Mit 680 Gramm sei der Junge bei der frühen Geburt vergleichsweise schwer gewesen. "Das war sein Glück." Bei der Entlassung habe er rund drei Kilogramm auf die Waage gebracht. "Alle Eltern, die Kinder auf der Frühgeborenenstation haben, sollen wissen, dass es eine Chance gibt, und dass sie die Hoffnung nicht aufgeben dürfen, weil es Wunder gibt", hieß es in einer Mitteilung der Eltern. (rundschau) KR

Bar Rafaeli zeigt Body nach der Schwangerschaft
Das israelische Supermodel Bar Rafaeli, 31, hat vor 3 Wochen ihr erstes Kind zur Welt gebracht. Während der Schwangerschaft hielt sich Bar fit, deshalb verwundert es kaum, dass sie bereits kurz nach der Geburt wieder rank und schlank ist. Auf Instagram postete sie ein Pool-Foto, welches ihren Model-Body in voller Pracht zeigt. Von Babyspeck keine Spur! (madonna) KR



Großer Erfolg israelischer Diplomatie wegen kleiner Süßigkeit
Die "Brussels Airlines" haben der israelischen Botschaft in Brüssel schriftlich mitgeteilt, dass künftig wieder Halva-Riegel der israelischen Firma Achva zum Dessert gereicht würden. Ebenso verpflichtete sich diese Tochtergesellschaft der Lufthansa, künftig nicht mehr auf den Produktionsort (zum Beispiel im besetzen Westjordanland) zu achten. Auf Druck der palästinensischen Boykott-Organisation BDS hatte die Fluggesellschaft den Halva-Riegel mit fadenscheinigen Argumenten aus seinem Sortiment genommen. Neben intensiver Aktivitäten israelischer Botschaften in Berlin und Brüssel sowie des Außenministeriums hatten viele Flugreisende von Brussels Airlines schon einen Boykott angekündigt. "Brussels Airlines" schickte einen Brief an die israelische Botschafterin in Belgien, Simona Frenkel: "Es ist klar, dass Achva einer unserer treuesten Lieferanten bleiben wird, unabhängig davon, wo die Produkte hergestellt werden. Daher werden wir weiterhin Produkte der Firma Achva auf unseren Flügen anbieten." In Israel wurde die Entscheidung mit Wohlwollen aufgenommen. Dies sei ein Moment, so süß sei wie Halva. Gerechtigkeit hätte die Stimmen des Hasses und der Boykotte besiegt, hieß es im israelischen Außenministerium. (Jerusalemonline, ToI, Tachles, IHH) KR

Rekord bei Lieferungen in den Gazastreifen
Mit Lastwagenlieferungen zur Versorgung der Bewohner des Gazastreifens hat Israel in diesem Jahr einen Rekord gebrochen. In der ersten Hälfte von 2016 seien 88.800 Lastwagen in die von der Hamas kontrollierten Enklave gefahren, pro Tag 700 LKWs. Ein Grund für den verstärkten Warenverkehr sei das Auftauen der Beziehungen zwischen Israel und der Türkei. Die Türkei hat Materialien für 11 Projekte nach Gaza geschickt, darunter die Errichtung von Moscheen, Waisenhäusern und Gemeindezentren. Die neue Politik Israels wird von Verteidigungsminister Avigdor Lieberman unterstützt. Israel ist aufgrund der Osloer Verträge mit der PLO verpflichtet, die Seeblockade aufrecht zu halten, um Waffenschmuggel zu verhindern. (algemeiner, Walla) TS

Israels Militärorchester auf dem Roten Platz
Das IDF Orchester nimmt Teil an einem internationalen Festival von Militärorchestern aus Anlass der vor 25 Jahren erneuerten diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Russland. Der Rote Platz in Moskau war geschmückt mit Ballons und israelischen Flaggen. Anwesend zur Parade waren Botschafter Zvi Hefetz und der Militärattaché. (Ynet) TS



CIA hatte keine Vorahnung vom Ausbruch des Jom Kippur Krieg
Jetzt veröffentlichte historische Dokumente des US-Geheimdienstes CIA beweisen anhand veröffentlichter Telegramme, dass noch am Morgen des 6.Oktober 1973, unmittelbar vor Ausbruch des Jom Kippur Krieges, ein Angriff Ägyptens und Syriens als "unwahrscheinlich" galt. Falsch interpretiert wurde auch eine sowjetische Luftbrücke. Sie diente dazu, sowjetische Familien aus Kairo und Damaskus wegen politischer Spannungen zu evakuieren und nicht Waffen zu schicken. Andere Dokumente aus dem Jahr 2013 zeigten, dass Willy Brandt besser Bescheid wusste, sich aber geweigert hatte, zu intervenieren. Israel war für ihn ein "Störfaktor", weshalb er dann auch amerikanischen Waffentransporten auf dem Weg nach Israel verboten hat, in Deutschland zwischenzulanden. (Haaretz, ntv, Israelnetz) TS

Lapid in Schweden: Außenministerin irrt
Bei einer seltenen pro-Israel Kundgebung in Schwedens Hauptstadt Stockholm sagte der Yesh Atid Vorsitzende Yair Lapid: "Ihre Außenministerin steht auf der falschen Seite der Geschichte und auf der falschen Seite der Moral." Die Kundgebung sollte wachsenden Antisemitismus in Europa kontern. Lapid geißelte dabei die Nähe von Schwedens Regierung zur Hamas und BDS-Bewegung, die eine Vernichtung Israels beabsichtigen. (Ynet) TS

Israel - Vorbild für ein freies Kurdistan
Seit Jahrhunderten war Kurdistan die Heimat von Tausenden kurdischen Juden. Heute neigen die Kurden dazu, Israel als Vorbild für ein unabhängiges Kurdistan zu sehen; eine kleine Nation umgeben von Feinden und gestärkt durch eine strategische Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten. Vor einigen Wochen beging man in Arbil, der Hauptstadt der irakisch-kurdischen Autonomieregion, ganz offiziell den Holocaust-Gedenktag. Dies dürfte die erste entsprechende Zeremonie in einem Mitgliedsstaat der Arabischen Liga gewesen sein. (jpost, JA) DC

Benjamin "Fuad" Ben-Eliezer gestorben
Der ehemalige Verteidigungsminister und einer der bekanntesten israelischen Politiker, Benjamin (genannt Fuad) Ben-Eliezer, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Er hielt im Laufe seiner politischen Karriere viele Ministerposten und Ämter inne. Ben-Eliezer wurde 1936 in Basra im Irak geboren und floh mit 14 Jahren über die Türkei nach Israel. Im Irak hatte er seine Familie verloren und gelangte nach Israel als Einzelkind. In der Armee diente er als Kommandeur im Jom-Kippur-Krieg 1973. Er war im Südlibanon und in Judäa und Samaria im Einsatz. 1994 war er der erste israelische Minister der Palästinenserführer Jasser Arafat traf. Er war eng befreundet mit Ägyptens Präsident Hosni Mubarak. 2001 wurde er Verteidigungsminister unter Premier Ariel Scharon, auf dem Höhepunkt der Intifada und während des Baus der "Mauer". 2014 bewarb er sich um das Präsidentenamt, zog aber seine Kandidatur zurück, als schwerste Korruptionsverwürfe gegen ihn bekannt wurden. Wegen seines schlechten Gesundheitszustandes kam es nie zum Prozess. (Israelnetz, Tachles) TS




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Palästinensische Verhaftungen wegen Wasserdiebstahl
Die palästinensische Wasserbehörde und die Verwaltung von Sa'ir mit 25.000 Einwohnern nahe Hebron, streiten sich wegen des Verschwindens großer Wassermengen. Die PWA koordiniert und regelt die Verteilung von Wasser in den palästinensisch selbstverwalteten Gebieten. In dem Dorf sei Wasser-Diebstahl in großem Umfang aufgedeckt worden. Mehrere Sa'ir Bewohner haben illegal aus öffentlichen Rohren Wasser abgezapft. Der Bürgermeister von Sa'ir Kayed Jaradat und 13 städtische Mitarbeiter wurden verhaftet. Sie werden verdächtigt, an dem Diebstahl beteiligt zu sein. Als Reaktion gingen Hunderte Sa'ir Bewohner auf die Straße und blockierten Durchgangsstraßen. Premierminister Rami Hamdallah intervenierte und ordnete Hebrons Generalstaatsanwalt an, den Bürgermeister und seine Mitarbeiter aus der Haft zu entlassen, zumal Jaradat ein Top-Fatah-Führer ist und Botschafter in zwei afrikanischen Ländern war. "Der Vorwurf, dass die Gemeinde Wasser gestohlen hat, ist völlig falsch. Die Mitglieder der Wasserabteilung der Gemeinde haben nie illegal Wasser umgeleitet ", sagte Jaradat. Der Bürgermeister gab jedoch zu, dass einige Bewohner illegal Wasser umgeleitet hätten. Die PA hat derweil Israel aufgefordert, die Wassermenge zu erhöhen, um den Palästinensern zu helfen. Israel erklärt, dass es ohnehin schon die doppelte Menge der in den Oslo-Abkommen festgelegten Wassermengen zur Verfügung stelle. (JPost, fischundfleisch) TS




Gemeinsame Wasserprogramme
Während die globalen Medien ständig fehlerhafte und tendenziöse Berichte zu Wasserfragen in den palästinensischen Gebieten veröffentlichen, finanziert das Vereinigte Königreich zwei gemeinsame "israelisch-PA" Programme zur Wasserforschung. "Stream" findet Lösungen für Wasserprobleme. "Wachstum" ermöglicht Palästinensern in israelischen Labors Wassertechnik zu studieren. Menahem Ben-Sasson, Präsident der Hebrew University of Jerusalem: "Durch diese Kooperation mit der britischen Regierung können palästinensische Akademiker an der Hebräischen Universität zur Forschung auf Weltniveau beitragen und wir sind froh, dass sie hier sind." (globes) DC


Die UN-Erklärung ist ein Witz, sagt der drusische Bürgermeister
"Es gibt keine Not hier". Dulan abu-Saleh, der Bürgermeister von Majdal Shams, der größten Drusenstadt im Golan, sagt, dass die jüngste Erklärung des UN-Wirtschafts- und Sozialrates "insgesamt ein Witz" war: "Warum verurteilen sie nicht die Schrecken in Syrien, wo Dutzende Kinder täglich getötet werden? Golan Bewohner haben ein gutes Leben. " Die UNESCO hatte Israel beschuldigt, wirtschaftliche und soziale "Strapazen" über seine Gemeinde verhängt zu haben. (ToI, JTA) DC


5 Sterne-Hotel auf Rhodos kennzeichnet Israelis
Das 5-Sterne Imperial Hotel auf Rhodos kennzeichnet seine Gäste aus Israel mit einem hellblauen Armband, während Gäste aus England, Italien oder Deutschland willkürlich Armbänder in allen möglichen Farben erhalten. Obgleich ein Großteil der Gäste im Sommer aus Israel kam, fehlte auch eine Israelische Flagge vor dem Hotel. Das wurde in der Sendung von "Orli und Guy" im Kanal 10 aufgedeckt. Kommentar: "Wenn Terroristen kommen, können sie schneller die Israelis ausmachen." (nana, algemeiner) TS



Pfadfinder ehren dreifachen Mörder
Die palästinensische Pfadfinder-Organisation hat einen Führungskurs nach Baha Alayan benannt, der in der Jerusalemer Buslinie 78 drei Israelis mit Messerstichen und Schüssen ermordet hat, darunter den Friedensaktivisten Richard Lakin. Die Vereinigung zeigte auf ihrer Webseite ein Bild des Mörders in Pfadfinderuniform. Itamar Marcus, Leiter der israelischen Organisation Palestinian Media Watch (PMW) fordert von der Weltorganisation der Pfadfinderbewegung, die vor nur 6 Monaten erfolgte volle Anerkennung der palästinensischen Vereinigung wieder rückgängig zu machen. (palwatch) TS


Journalisten im Visier von Hamas und Autonomiebehörde
Ahmed Said (l.) und Mahmoud Abu Awwad (r.) sind Journalisten aus dem Gazastreifen. Sie wurden von den Sicherheitskräften der Hamas verhaftet. Beide Journalisten begingen den Fehler, über das Leiden der Palästinenser unter der Hamas-Herrschaft zu berichten. Während die Vorbereitungen für die am 08. Oktober angesetzten palästinensischen Kommunal- und Gemeindewahlen laufen, sind palästinensische Journalisten zu einer Zielscheibe von Razzien der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und der Hamas geworden. Khaled Abu Toameh dazu: "Die Unterdrückung der Medien wird von internationalen Menschenrechtsorganisationen ignoriert". Einige westliche Journalisten und Menschenrechtsanwälte behandeln diese Fälle als "interne palästinensische Angelegenheiten", die für die internationale Öffentlichkeit nicht von Bedeutung sind. Eine Story über einen von den Israelis verhafteten palästinensischen Journalisten ist hingegen eine Schlagzeile wert. (audiatur, gatestone, Ynet, israelnetz) TS


Wahlkampf in den Palästinensergebieten
Der palästinensische Premierminister Rami Hamdallah droht mit Rücktritt, falls nicht alle Verdächtige verhaftet werden, die ein "Sicherheitschaos" in der Westbank verursachen wollen. Gemeint sind Hamas-Angehörige, die den Palästinensern in der Westbank "mit Gewalt ihren Willen aufzwingen wollen". Gleichwohl können diese Absichten auch Teil des Wahlkampfes in den palästinensischen Gebieten sein. Im Oktober sind Lokalwahlen sowohl im Westjordanland wie im Gazastreifen angesagt, wobei traditionell die Fatah-Partei um Vormacht gegen die Hamas kämpft. Derweil soll die Fatah-Partei Präsident Abbas empfohlen haben, die Wahlen am 8. Oktober abzusagen, weil die Hamas siegen werde. (Maan, ToI, JPost, Haaretz, cfr, gatestone) TS

Rami Hamdallah
Foto: Sahm

Tschechischer Atlas macht Tel Aviv zur Hauptstadt Israels
Künftig wird für tschechische Schüler Jerusalem nicht mehr die Hauptstadt Israels sein. Weil sich der palästinensische Botschafter, Chaled al-Atrasch, beschwerte, sollen Schulatlanten Tel Aviv als Hauptstadt zeigen. Wegen einer palästinensischen Beschwerde soll Jerusalem in der nächsten Druckauflage durch Tel Aviv ersetzt werden. Eltern palästinensischer Herkunft hatten sich beim palästinensischen Botschafter in Tschechien beschwert. "Diese Karte behauptet etwas, was für Palästinenser inakzeptabel ist", sagte Al-Atrasch. Der Atlas verstoße auch gegen internationales Recht und die offizielle Position der Europäischen Union. Das tschechische Außenministerium distanzierte sich vom Atlas-Hersteller "SHOCart": "Tschechien betrachtet Ostjerusalem nicht als Teil des Staates Israel." Als EU-Mitglied sehe Tschechien die Stadt Jerusalem als die zukünftige Hauptstadt Israels und des zukünftigen Staates Palästina an. Der Atlas-Hersteller sagte, er habe diesen Aspekt bei den Karten übersehen. Israel betrachtet die gesamte Stadt Jerusalem als seine Hauptstadt, während die internationale Gemeinschaft Ostjerusalem als besetztes Gebiet ansieht. (Ynet, Israelnetz, IHH) TS, KR



PLO gegen Kurdenstaat
Beim ZDF wird zu Völkermord an Kurden aufgerufen mit der "witzigen" Äußerung "Die #Kurden sollen sich mal nicht so anstellen. Andere Völker waren früher viel armenier dran." Laut Al Arabiya erklärte der PLO Generalsekretär Saeb Erekat, dass die PLO gegen kurdisches Selbstbestimmungsrecht sei: "Kurdische Unabhängigkeit wäre ein giftiges Schwert gegen die Araber." Die PLO bemüht sich um engere Beziehungen mit Iran und um eine Erneuerung der diplomatischen Beziehungen mit Syrien. Bekanntlich bestehen die Palästinenser auf ihrem Selbstbestimmungsrecht und erwarten eine diplomatische Anerkennung ihres noch nicht ausgerufenen Staates. (Jerusalemonline, twitter) TS





Unser Beitrag zur Burkini Debatte:
Das linke Bild wurde in Agadir im Süden Marokkos aufgenommen. In Israel gibt es solche Schilder nicht. Jeder kann machen kann, was er will...

Bilder vom Strand vor Tel Aviv
...auch das am Strand gebetet wird, gehört zum normalen Miteinander!
Und selbstverständlich gilt dieses Miteinander nicht nur am Strand, sondern egal wo und wann im ganzen Land!







Die ILI-News haben es sich zum Ziel gesetzt, vor allem die "sonnigen" Seiten Israels vorzustellen, über die sonst kaum berichtet wird. Deshalb legen wir so viel Wert darauf, technologische Erfindungen, archäologische Entdeckungen und wirtschaftliche Erfolge in den Vordergrund zu stellen. Bemerkenswert ist, mit welchem Eifer hier in Europa über Burka, Burkini, Moscheen und den muslimischen Gebetsruf gestritten wird. Ausgerechnet im vermeintlichen "Apartheidstaat", in dem doch angeblich die Moslems unterdrückt werden, gibt es solche Diskussionen nicht. Deshalb haben wir die Bilderserie von Muslimas in voller Montur am Strand von Tel Aviv hier eingebaut. Es ist auch kein Thema in Israel, wenn Araber und Juden wie selbstverständlich zusammenarbeiten, während in Deutschlands Presse schon von "Hoffnung" und einer "Vision des Friedens" geredet wird, wenn ein "Israeli und ein Palästinenser" in Berlin gemeinsam Humus herstellen und verkaufen. Dass in Wirklichkeit beide einen israelischen Pass haben, sieht man nicht: Der eine ist halt Jude und der andere Araber. Manchen brennt die Sonne zu stark auf den Kopf. Deshalb werfen wir immer wieder auch den Blick auf die palästinensischen Nachbarn Israels. Dort stehen Wahlen an. Die "gemäßigte" Regierung von Mahmoud Abbas scheint die Kontrolle zu verlieren. Jetzt rächt sich, dass sie Rechtlosigkeit, Mord und Totschlag verherrlicht hat. Alles deutet auf einen Wahlsieg der Hamas im Westjordanland hin. Solange die Hamas von Deutschland, den USA, EU und UN als Terrororganisation betrachtet wird, dürfte es dem Ausland schwerfallen, die vielbeschworene, vermeintlich alternativlose "Zweistaatenlösung" voranzutreiben, ohne unglaubwürdig zu werden. TS







Israelische "Fotobombe"
Die ägyptische Strand-Volleyball-Spielerin Doaa Elghobashy, 19, hat in Rio ein Selfie von sich gemacht. In dem Augenblick stellte sich ein junger Mann mit israelischer Flagge hinter sie. Auf Facebook erklärte sie: "Ich schwöre zu Gott, dass ich nichts von der Flagge wusste. Es wird niemals in meinem Leben Frieden zwischen mir und diesen Leuten geben. Diese Leute sind so dreckig, dass sie mir nicht einmal ihre Flagge zeigten." Zu den olympischen Wettspielen ist sie mit langen Hosen und Ärmeln sowie mit einem Hidschab angetreten. (ToI, Facebook) TS

Israelischer Judo Star spendet 37.800 Euro für krebskranke Kinder
Yarden Jerbi, Bronze-Medaille-Gewinnerin im Judo bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, hatte ihr Rückenschild von der Olympiade zur Versteigerung bei Ebay angeboten. Dort wurden insgesamt 87 Kaufangebote abgegeben, in den letzten Tagen stiegen die Angebote immer weiter. Am Ende gelang es ihr, das Namensschild für umgerechnet EUR 37.800 (NIS 196.735, USD 52.100) zu verkaufen. Das Geld spendete Jerbi für die Behandlung zugunsten krebskranker Kinder im Tel Aviver Ichelov-Krankenhaus. (IHH) TS



Geronimon
Leon de Winter über seinen neuen Roman «Geronimo», Osama bin Laden und die Frage, wie politisch Literatur sein darf, im Interview mit der Jüdischen Allgemeine: «Literatur darf alles, solange sie nicht langweilt. Stücke von Shakespeare etwa konfrontieren uns mit politischen Fragen. Zugleich handeln sie aber auch von der Conditio humana. Sie fragen nach unseren Hoffnungen, Träumen und Ängsten und erzählen von Liebe, Trauer, Hoffnungslosigkeit und Tod. Guter Literatur merkt man nicht an, dass sie womöglich auch eine politische Botschaft enthält. Bei schlechter Literatur merkt man die Absicht und ist verstimmt. Natürlich hätte man Osama bin Laden lebend in die USA überstellen können. Aber denken Sie nur daran, wie bin Laden sich vor Gericht hätte in Szene setzen und agitieren können. Das wollten die Amerikaner aus gutem Grund vermeiden. Und ob es koscher war, ihn zu töten? Man soll sich nie über den Tod eines Menschen freuen. Aber weinen muss man über bin Ladens Tod auch nicht. Sein Tod ist kein Verlust für die Menschheit. (JA, Diogenes) TS

Die Schauspielerin Channa Maron
Eine Graphic-Novel-Biografie durch die Münchner Künstlerin Barbara Yelin:
und den Jerusalemer Illustrator David Polonsky:
In Israel ist Channa Maron als First Lady des israelischen Theaters bekannt; ihre Erfahrungen als Kind im Berlin vor 1933 und ihre außergewöhnlichen Leistungen im Theater, Rundfunk und Film der Weimarer Republik finden kaum Würdigung. Am 10. Februar 1970 wollten palästinensische Terroristen eine in München-Riem zwischengelandete EL AL -Maschine auf dem Weg nach London entführen. Im Transitraum kam es zu einem Granatenangriff. Dabei wurde Meron schwer verletzt. Ihr musste ein Bein amputiert werden. Schon ein Jahr später stand sie wieder auf der Bühne und blieb ihr Leben lang eine Friedensaktivistin. ISBN 978-3-95640-102-2, 80 Seiten, farbig, 19,5 x 22 cm, Hardcover, EUR 24,00 (reprodukt, INN, Goethe) DC



Barbara Yelin hat 2015 den Bayerischen Kunstförderpreis erhalten (als erste Comickünstlerin überhaupt), 2016 den "Max und Moritz"-Preis als "Beste deutsche Comickünstlerin".
David Polonsky ist in Deutschland vor allem für seine Mitwirkung an dem Oscar-nominierten Animationsfilm "Waltz with Bashir" bekannt. Er unterrichtet an der Bezalel Hochschule für Kunst und Gestaltung in Jerusalem.

David Grossman: Kommt ein Pferd in die Bar
Der Roman David Grossmanns ist von Anne Birkenhauer ins Deutsche übersetzt worden: Für eine gute Pointe gab Dovele schon immer alles. Als Kind lief er oft auf den Händen. Er tat das, um seine Mutter zum Lachen zu bringen und damit ihm keiner ins Gesicht schlug. Heute steht er ein letztes Mal in einer Kleinstadt in Israel auf der Bühne. Er hat seinen Jugendfreund, einen pensionierten Richter, eingeladen. Im Laufe des Abends erzählt der Comedian zwischen vielen Witzen eine tragische Geschichte aus seiner Jugend. Es geht um Freundschaft und Familie, Liebe, Verrat und eine sehr persönliche Abrechnung auf dem Weg zu einer Beerdigung. Dem Kleinstadtpublikum ist das Lachen vergangen. (Perlentaucher, Buecher) KR

Jerusalem wird verkauft oder Gold auf der Straße
Der Roman "Jerusalem wird verkauft" von dem 1891 als Eugen Höflich in Wien geborenen Mosche Ya'akov Ben-Gavriel erschien erstmals 1940 auf Deutsch und wurde daraufhin ins Hebräische übersetzt. Aktuell sind von den österreichischen Armeeangehörigen im Roman immer wieder geäußerte Zweifel über den Verbündeten Türkei. Der Wuppertaler Arco-Verlag hat bewusst dieses Buch mit seinem Blick auf die jüdisch-arabische Beziehung vor der Gründung Israels 1948 neu herausgebracht. Es ist das erste in einer Reihe. «Jerusalem wird verkauft» leistet aber als historischer Roman noch mehr, indem Ben- Gavriel auch den Genozid an den Armeniern ins Visier nimmt. Etwa wenn er über den Hotelbesitzer in Konstantinopel, wo die Romanfigur Dan Zwischenstation auf der Reise nach Jerusalem macht, schreibt, dieser habe den «unsympathischen Einfall gehabt, als Armenier geboren zu werden», worauf er «in die Salzsteppe» geschickt worden sei. Der Roman spielt im September 1916. (NZZ, Perlentaucher) KR




L-E-V / Sharon Eyal & Gai Behar Schauspielhaus Hannover
Am 7. September lädt das Ensemble "L-E-V" (Hebräisch für Herz) mit seiner neuen Performance OCD LOVE in sein zwischen Laufsteg und Rave-Event verortetes Tanzuniversum ein. Die sechs hochvirtuosen Tänzerinnen und Tänzer der Kompanie verkörpern dabei gleichzeitig Verlangen und Verzweiflung, Zwanghaftigkeit und Zuneigung. Herzen, die sich lieben, geraten aus dem Takt, Körper werden von pulsierenden Rhythmen des Techno-DJs Ori Lichtik über die Bühne getrieben. Sharon Eyal ist Mitglied der Israeli Choreographers Association. (TanzEvents) DC

Habanot Nechama im Heizwerk in Erfurt
Am 9. September spielt das Frauentrio Habanot Nechama mit Karolina Avratz, Yael Deckelbaum und Dana Adini erstmals nach vier Jahren wieder gemeinsam in Deutschland. Das Konzert findet im Rahmen der Achava Festspiele im Heizwerk statt. (achava) DC



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Danke an alle die sich am 2016 beteiligt haben! Eine Übersicht der Feierlichkeiten, inkl. Fotos und Berichten gibt es HIER. Der nächste Israeltag wird im Mai 2017 sein. Der nächste Israelkongress wird 2018 sein. Details zu beiden folgen. Weitere Informationen und Kontaktaufnahme unter: Israeltag@il-israel.org

Fotos, Videos, Impressionen und Medienberichte vom
4. Deutschen Israelkongress
Das war der #DILK16: 3.000 Teilnehmer und ein großartiges Programm! Eine erste Übersicht mit Links zu Fotos und Berichten über den 4. Deutschen Israelkongress finden Sie HIER.
Eine große Vielzahl von Videos der einzelnen Panel und Breakout Sessions, finden Sie HIER. In Kürze

folgt eine ausführliche Dokumentation von Fotos, Videos und Impressionen rund um den 4. Deutschen Israelkongress auf der Website des Deutschen Israelkongresses: http://israelkongress.de. Der nächste Israelkongress wird in 2018 sein.







Tel Avivs Dizengoff-Street

Arabisch-jüdische Hand in Hand Schulen

Das Messer und seine Botschaf

Der Hafen von Jaffo

Die Wahrheit über den Tempelberg

Roboter: Der Natur abgeschau



Bitte schickt auch Ihr uns Eure Aufnahmen - Bilder die Israel zeigen, wie Ihr es seht und erlebt habt.


Der Tag des Hundes in Tel Aviv



Der jährliche Kunsthandwerk-Markt in Jerusalem: Chutzot Hayotzer

Fotos: Yaakov Lederman/FLASH90



Shalom
Thomas
ILI News
Thomas@il-israel.org



Im Mai 2017 ist
der nächste Israeltag -
genaues Datum folgt in Kürze!


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