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31. Oktober 2016

Inhaltsverzeichnis



















Nie wieder an Tabletten denken
Intec Pharma aus Jerusalem hat für "Accordion Pill" ein europäisches Patent
erhalten. Dieses geniale Arzneimittel-Abgabe-System sieht aus wie eine große Kapsel, entfaltet sich aber im Magen wie ein Akkordeon und setzt gleichmäßig über 24 Stunden den Arzneiwirkstoff frei. Die "Akkordeon-Pille" zielt auf Wirkstoffe, die durch den Blutkreislauf in einem begrenzten Bereich, dem sogenannten "schmalen Absorptionsfenster" des unteren Magens und dem oberen Teil des Dünndarms, absorbiert werden müssen. Medikamente, die von der Technologie von Intec profitieren könnten, werden zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen wie Parkinson, Alzheimer, Bluthochdruck, AIDS, Fettleibigkeit und zur Schmerzlinderung eingesetzt. Die Studienergebnisse wurden von Prof. Amnon Hoffman von der Hebräischen Universität auf der Jahrestagung der Controlled Release Society in Miami, Florida, vorgestellt. (businesswire, I21c, israelactive) DC

Bessere Behandlung von Rosacea
Foamix aus Rehovot berichtet von guten Ergebnissen aus den Phase-II-Studien der FMX103-Behandlung für Rosacea papulopustulosa, einer chronischen Hautkrankheit. Es handelte sich um eine Studie mit 233 Patienten an 18 Standorten in Deutschland. Hauptmerkmal dieser Rosacea-Form sind Papeln (Knötchen) und Pusteln (Eiterbläschen) und entzündliche Schwellungen im Gesicht. Sie hat äußerlich Ähnlichkeit mit der "Acne vulgaris", entwickelt sich aber meist erst ab 30 Jahren. (foamix) DC

Trotz Lähmung Halbmarathon in 5 Tagen
Die Paraplegikerin Claire Lomas beendete den britischen Great North-Lauf in einem Exoskelett der israelischen Firma ReWalk. Das Exoskelett ermöglicht Menschen mit einer Rückenmarksverletzung, durch motorisierte Hüften und Knie wieder aufrecht zu stehen, zu gehen und Treppen hinauf- und hinabzugehen. Sie ist durch einen Reitunfall von der Brust abwärts gelähmt. Sie hat innerhalb von fünf Tagen die Distanz von 21 km überwunden. Auf der diesjährigen Gesundheitsmesse Rehacare in Düsseldorf wurde die Gehhilfe als TOP- Produkt vorgestellt. (bbc, thejc) DC

Heldinnentreffen
US-Kriegsveteraninnen, die in Afghanistan und Irak verwundet wurden, erhalten Hilfe in Israel. Sie treffen ehemalige IDF Frauen, die ebenfalls unter posttraumatischen Belastungsstörungen gelitten haben. Heroes to Heroes, eine Nonprofit-Organisation in New Jersey, organisiert Reisen nach Israel, die emotionale und geistige Heilungsimpulse für Gruppen von jeweils 10 Veteranen bieten. (nbcnews) DC

Apps gegen Asthma
iFeel Labs aus Haifa hat den "Startup Track" auf dem Weltgesundheitsgipfel in Berlin gewonnen. CEO Elad Fein hatte die Idee, Asthma mit digitalen Spielen zu lindern. Nur bei richtiger Ein- und Ausatmung - unter Anleitung der App - kommt der Spieler einen Schritt weiter. Die Atemmuskulatur
Elad Fein
entspannt sich. Ein Sensor überwacht den Herzschlag des Nutzers. Ein Bluetooth Sensor kostet USD 199, ein USB Sensor USD 99. "Die Kombination aus Sensoren mit spielerischen Anwendungen speziell für Kinder, die zudem klinisch validiert wurden, und der Unmet Medical Need gaben den Ausschlag für unsere Entscheidung", berichtet Jurymitglied Dr. Klaus Stöckemann. (aerzte) KR

Schizophreniekranke und ihre Geschwister
Das Team um Mark Weiser vom Sheba Medical Center in Ramat Gan untersuchte die Rate psychischer Erkrankungen bei Geschwistern von 6.111 israelischen Patienten, die wegen Schizophrenie, einer bipolaren Störung oder einer Depression in einer psychiatrischen
Klinik oder Tagesklinik behandelt wurden. Diese verglichen sie mit über 74.900 Kontrollpersonen, die von Alter und Geschlechtsverteilung mit der Untersuchungsgruppe vergleichbar waren. Das Ergebnis: Wenn ein Bruder oder eine Schwester an Schizophrenie leidet, haben die Geschwister im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein zehnfach erhöhtes Risiko, ebenfalls daran zu erkranken. Außerdem haben sie ein 6- bis 8-fach erhöhtes Risiko, eine schizoaffektive Störung zu entwickeln, und ein 7- bis 20-fach erhöhtes Risiko, an einer bipolaren Störung zu erkranken. (unternehmen) KR

Israelische Bienen sind fit
Israelische Bienen sind gesund, denn man kümmert sich dort nicht nur um die Varroa-Milbe, sondern auch um die Futterpflanzen. Während man in den USA jährlich mit einem Verlust von 30-50% der Völker rechnet, arbeiten
Israels Imker mit der Forstwirtschaft zusammen und halten so den Verlust unter 10%. Abwechslungsreiche Kost stärkt in Israel das Immunsystem der Tiere, während anderswo große Gebiete mit Monokulturen die Bienen anfällig machen. Bis zu 100.000 Setzlinge unterschiedlichster gut blühender Bäume werden den Imkern pro Jahr vom Keren Kayameth LeIsrael -Jüdische Nationalfonds (KKL-JNF) kostenlos zur Verfügung gestellt. (i21c) DC

Aprikosen für Wüstenklima
Der August 2016 war global der heißeste Monat seit 136 Jahren. Viele Nutzpflanzen haben Probleme mit extremer Hitze. Um gegen steigende Temperaturen gewappnet zu sein, haben Wissenschaftler des Volcani Institute for Agricultural Research in Beit Dagan den genetischen Mechanismus in Aprikosen identifiziert, der die Temperaturempfindlichkeit steuert. Weitere hitzeresistente Züchtungen anderer Kulturpflanzen sind in Arbeit. (haaretz, nasa) DC

Luft und Wasser in Israel werden immer sauberer
Das israelische Umweltministerium berichtet: Die Emission von Luftschadstoffen hat sich zwischen 2012 und 2015 um 52% verringert. Kontrolliert wurden 540 der größten Unternehmen in Israel. Auch der Strom von
Schadstoffen ins Mittelmeer nahm zwischen 2012 und 2015 deutlich ab. Weitere Verbesserungen traten bei der Qualität des behandelten Abwassers auf, wobei zwischen 2013 und 2015 die Salzmenge um 11% verringert wurde. Leicht problematisch sind die Emissionen von Stickoxiden und Schwefeloxiden in der Gegend von Haifa, Ashkelon und Hadera. Umweltschutzminister Ze'ev Elkin: "Das Ministerium setzt die Grundsätze der Transparenz und des Zugangs der Öffentlichkeit zu Informationen um." (Ynet) DC

Bewässerung im Pilzanbau: Tröpfchen
Mit "Bewässerung der Champignons im Regalsystem mit Tropfschläuchen", stellten Dr. Ofer Danay und Dubi Raz, Netafim aus Kibbuz Hazerim ein für die Pilzanbauer neues System vor. Bislang ist bei Champignons das Sprühen die gängige Methode der Bewässerung. Das hat jedoch den großen Nachteil, dass die Pilze schnell
wieder energieaufwendig trockengeheizt werden müssen, um nicht fleckig zu werden. Netafim verlegt acht Tropfschläuche pro Beet zwischen Kompost und Deckerde. Weil die Deckerde dünner aufgelegt wird, wächst das Myzel schneller durch - so ließe sich Kulturzeit einsparen. Außerdem scheint die Kultur mit einer dünneren Kompostlage möglich. (fruchtportal) KR







Älteste hebräische Erwähnung von Jerusalem
Auf einem 2.700 Jahre alten Papyrus aus der Tote Meer Gegend wurde ein "Lieferschein" für Wein an den König von Jerusalem entdeckt. Es handelt sich um die älteste Erwähnung Jerusalems auf Hebräisch. Den Papyrus
haben palästinensische Antikenräuber aus Hebron gefunden. Sie wurden inzwischen zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Radiokarbondatierung bestimmte, dass das Dokument aus dem 7. Jahrhundert v.d.Z. stammt. Es existieren nur drei hebräische Papyri aus dieser Zeit. Der Originaltext (auf Deutsch): Von des Königs Magd, von Na'arat, Weinbehältern nach Jerusalem. Der Text und die Schriftform entsprechen der Periode des Königs Jehoasch (835 - 796 v.d.Z.). Naarat ist vermutlich ein Ort bei Jericho, erwähnt in Josua 16,7. Der Papyrus misst 11 cm mal 2,5 cm. Er wurde bei einer Pressekonferenz der Antikenbehörde in Jerusalem vorgestellt. In einem Bericht aus dem "okkupierten Jerusalem" behauptete die französische Nachrichtenagentur afp, dass der Papyros möglicherweise eine politisch motivierte "Fälschung" sei. (ToI, INN, dailystar) TS

Römisches Militärlager in Jerusalem
Israelische Archäologen fanden den Ort einer Schlacht, bei der die römische Armee die "Dritte Mauer" durchbrochen hat, ehe sie vor fast 2000 Jahren Jerusalem eroberte und den zweiten Tempel zerstörte. Die Mauer hatte der Zeitzeuge und Historiker Josefus Flavius beschrieben, doch war ihr Verlauf bisher unbekannt. Die Archäologen fanden Überreste eines Turms, der von Steinen und Felsblöcken umgeben war, die mit Katapulten abgefeuert worden sind. (ToI, Jewish) TS

Älteste Tempeldarstellung aus Magdala
Die älteste in Stein eingravierte Darstellung des Tempels in Jerusalem mitsamt jüdischen Symbolen wurde in Magdala am See Genezareth gefunden. Der Stein stand mitten in der freigelegten Synagoge von Magdala und diente mutmaßlich als Pult für die Torarolle. Der Künstler dürfte die abgebildete Menorah (Siebenarmiger Leuchter) im Tempel in Jerusalem selber gesehen haben. Dr. Rina Talgam von der Hebräischen Universität von Jerusalem, glaubt, dass der Magdala-Stein eine frühjüdische Bewegung darstelle, bei der die Synagoge als ein "kleiner Tempel" empfunden wurde, als geistlichen Gottesdienst anstelle eines im Tempel angebotenen Ritualopfers. (biblical) TS




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Parks, Wälder und Reservate profitieren vom guten Wetter
Nach Berichten der israelischen Natur- und Parkbehörden und des Jüdischen Nationalfonds (Keren Kayemeth Leisrael, KKL) haben am Laubhüttenfest (Sukkot) fast 2 Mio. Menschen die Nationalparks, Wälder und Naturreservate des Landes besucht. Die beliebtesten Stätten waren der Nationalpark von Cäsarea, das Naturreservat des Korallenriffs in Eilat, Masada, die Nationalparks von Afek-Yarkon und Beit Govrin, sowie das Naturreservat von Ein Gedi. Hunderttausende besuchten oder wanderten in den Gewässern
und Naturreservaten von Majrasa, im Hurshat-Tal, Nahal Kziv, Nahal Snir, Banias Tel Dan und Einot Zukim. Weitere rund 30.000 Personen hielten sich in den offiziellen Campingplätzen der israelischen Naturschutzgesellschaft (INPA) auf. Dabei behandelten INPA-Mitarbeiter und Rettungsteams dutzende von Hilferufe von Wanderern. Ein Mädchen, das im Nahal Arugot in der Judäischen Wüste verwundet wurde, musste per Helikopter evakuiert werden. (Tachles) TS

Liebeserklärung an den Golan
Unter dem Titel "Tanz auf dem Vulkan" hat Henny Jahn einen lesenswerten, umfassenden Bericht über den Golan veröffentlicht: "Der Golan ist ein Fanal. Er ist schön wie die Sünde selbst. Wen er erfasst hat, den lässt er nur verwandelt wieder gehen. Sieht man seine prächtigen Früchte und die blühenden Hänge, möchte man annehmen, dass hier irgendwo das Paradies nur halb verloren gegangen sei. Sieht man dann die Ruinen der Kriege, weiß man, der Wunsch war Vater des Gedankens an das Paradies, und man landet steinhart auf dem Basalt des Golan." (ugrino) TS

Wie Palästinenser Judentum und Bibel ausradieren
Die Tageszeitung "Ha'aretz" kritisierte zu Recht einen Stadtplan Jerusalems. Fast alle muslimischen heiligen Stätten waren wegzensiert, während jüdische Stätten mit Übertreibung notiert waren. Das israelische Tourismusministerium schwieg erst dazu, gab dann
aber nach und veröffentlichte eine ausgewogenere Karte. Das palästinensische Tourismusministerium bietet Touristen und Pilgern ebenfalls detaillierte Angebote für Besuche in "Palästina". Die "offizielle Seite für Tourismus in Palästina" beschreibt Sehenswürdigkeiten in dem von Israel annektierten Jerusalem und sogar in dem für Touristen kaum zugänglichen Gazastreifen. Die Grenzstadt Rafah, rund 11 Kilometer vom Mittelmeer entfernt, sei eine "Stadt am Strand mit Sanddünen und Palmen". Gaza wird als eine der "ältesten Städte der Welt" vorgestellt mit dem Bild eines Luxushotels mit Schwimmbad. Bei der Aufzählung der historischen Namen von "Jerusalem (Al-Quds)" - von Urusalima über Aelia Capitolina bis Al-Quds - fehlt die hebräische Bezeichnung "Jeruschalajim", aus der Jerusalem wurde. In der Aufzeichnung vergangener Perioden von der Bronzezeit, die hellenistische und römische Periode bis heute ist die tausendjährige Zeit zwischen König David und König Herodes ausgeblendet. (INN, travelpalestine) TS

Cathay Pacific fliegt Tel Aviv-Hong Kong
Ab März 2017 wird die preisgekrönte Airline Cathay Pacific 4 mal pro Woche Flüge von Tel Aviv nach Hong Kong anbieten. Mit modernen Airbus 350-900, niedrigeren Preisen und Wi-Fi sogar in der Touristenklasse bedeutet es eine ernsthafte Konkurrenz für EL AL. Angeboten werden auch günstige Anschlussflüge nach Japan und andere Ziele in Fernost. (IsraelHayom, aviationtribune, algemeiner) TS

Winter ist ausgebrochen
In der Nacht von Sonntag auf Montag bricht in Israel um 2:00 Uhr offiziell der Winter aus. Da werden die Uhren um eine Stunde auf 1:00 Uhr zurückgestellt. Die Tagestemperaturen bewegen sich zwar immer noch zwischen 25 und 35 Grad, aber es hat schon mal ein wenig genieselt. Der Sommer dauerte in Israel 220 Tage, so das Innenministerium. (moin) TS



Avocado-Branche rechnet mit guter Ernte
Nachdem Israel 2015 rund 60.000 t der beliebten Frucht exportiert hat, sind die Aussichten für ein gutes Ausfuhrgeschäft bei Avocados auch 2016 günstig. Die "Israel Fruit Growers Association" rechnet für die neue Saison mit einer Erntemenge von insgesamt ca. 100.000 t, wovon rund 70% für den Export zur Verfügung stehen werden. Neben der in Europa beliebtesten Sorte Hass werden in Israel auch die Varietäten Naor und Lavi in zunehmendem Maße kommerziell angebaut. Diese seien dem Hass Avocado ähnlich. (Fruchthandel, united) KR
Foto: Sahm

Israel hilft Ägypten
Die verbesserten Beziehungen zwischen Israel und Ägypten haben neue Projekte zur Unterstützung der fragilen Wirtschaft Ägyptens ins Leben gerufen. Dazu gehören Entsalzung, Bewässerung, Solarenergie und Landwirtschaft. Darüber hinaus prüft Ägypten auch die Möglichkeit, die Zusammenarbeit auf den Tourismussektor auszuweiten. (Ynet) DC
Chaim Koren, Israelischer Botschafter in Ägypten








Israels mobiles Krankenhaus das Beste weltweit
Israels mobiles Feldkrankenhaus könnte bald von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als das Beste weltweit ausgezeichnet werden. Das Feldhospital wird regelmäßig in Katastrophengebiete geschickt, wo darin humanitäre Hilfe geleistet wird. 2013 hatte die
Weltgesundheitsorganisation eine Reihe von Kriterien zur Klassifizierung von medizinischen Teams bei unvorhergesehenen Katastrophenfällen festgelegt. Kein Land konnte bisher alle Kriterien mit voller Punktzahl erfüllen. Im vergangenen Monat ist eine Delegation der WHO nach Israel gereist, um das Feldhospital der israelischen Armee während einer groß angelegten Übung im Norden des Landes zu beurteilen. Das mobile Krankenhaus besteht aus einer weitläufigen Struktur mit 26 Zelten und 86 Betten. Der israelische Kommandant Dr. Ofer Merin sagte, es handle sich um einen "nationalen Schatz" mit Fähigkeiten und Möglichkeiten eines fortschrittlichen, dauerhaften Krankenhauses. Es könne an jedem Ort in weniger als 12 Stunden aufgebaut werden. (fj, ToI) TS

Erstes deutsches Ehrenmitglied der israelischen Sprach-Akademie
Der Bibelwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Schorch von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ist als erster Deutscher zum Ehrenmitglied der israelischen Akademie für hebräische Sprache Jerusalem gewählt worden. "Ich verstehe die Aufnahme als hohe Anerkennung für die in der Bundesrepublik und in Halle geleistete wissenschaftliche Arbeit bei der Erforschung des Hebräischen", erklärt Schorch. Er ist Spezialist für
samaritanisches Hebräisch. Obwohl es vor 2.000 Jahren ein weit verbreiteter hebräischer Dialekt war, wird es heute nur noch von 800 Personen im Gottesdienst gesprochen. "Wir suchen nach Schreibfehlern in den alten Handschriften, weil die uns verraten, wie damals gesprochen wurde. Viele dieser sogenannten Schreibfehler gehen nämlich gar nicht auf Versehen zurück, sondern auf den Dialekt der Schreiber." (Hallespektrum) TS

Klagemauer, Westmauer, Kotel oder Wand des Buraq
Ronald, ein Leser aus Berlin, beklagte sich zurecht über den Begriff "Klagemauer", den wir gelegentlich auch hier in diesem Newsletter verwenden. Er schreibt: "Die christlichen Pilger und Kreuzfahrer im Mittelalter haben das Beten der Juden als Klagen aufgefasst. Auch auf Arabisch wurde die Mauer lange Zeit "al-Mabka" - "Ort der Klagen" genannt. Dann haben die Araber die Bezeichnung "Hait al-Buraq" - "Die Wand des Buraq" gewählt. Buraq war der Name des himmlischen geflügelten Pferdes, mit Foto: Sahm
dem der Prophet Mohammed während seiner nächtlichen Reise von Mekka nach Jerusalem geflogen sein soll. Ich selbst bin Mathematik- und Englischlehrer und habe Schwierigkeiten, aus Gefälligkeit, Fehler zu übersehen. Es wäre sicherlich an der Zeit, im deutschen Sprachraum endlich dem Fehler Stirn zu zeigen, den Juden Respekt zu zollen und den Mut zu beweisen, endlich den richtigen Namen in Hebräisch ha-kotel ha-ma'arawi, wörtlich "die Westmauer", umgangssprachlich nur Kotel (Mauer) zu benutzen." TS



UNESCO verabschiedet weitere Resolution zum Tempelberg
Die UNESCO legt nach: Der Welterbe-Ausschuss der UNESCO hat eine weitere umstrittene Resolution zu Kontrollen auf dem Jerusalemer Tempelberg angenommen. Auf Antrag von Kroatien und Tansania
stimmten die Mitgliedsländer geheim ab. 10 sprachen sich für den Antrag aus, 8 enthielten sich und 2 lehnten ihn ab. Den Resolutionsentwurf "40COM 7A.13" hatten Kuwait, Libanon und Tunesien eingebracht. Der Text enthält erneut nur muslimische Namen für den Tempelberg und definiert ihn als "eine heilige muslimische Anbetungsstätte". Im Gegensatz zum Text der vorigen Woche steht der Begriff "Westmauer" (Klagemauer) nicht mehr in Anführungszeichen. Auch wird Israel nicht mehr als "Besatzungsmacht" bezeichnet. Trotz dieser leichten Verbesserungen sagte UNESCO-Botschafter Carmel Schama-Hacohen nach der Abstimmung: "Dies ist eine weitere absurde Resolution gegen den Staat Israel, das jüdische Volk und die historische Wahrheit." Der Diplomat warf die Resolution in einen symbolischen schwarzen Papierkorb mit der Aufschrift "Geschichte". Der Premierminister hat derweil den israelischen UNESCO-Botschafter zu "Konsultationen" nach Israel zurückberufen. (Haaretz, INN, ToI, JPost) TS

Infolge des UNESCO Beschlusses
Premierminister Benjamin Netanjahu telefonierte mit seinem italienischen Amtskollegen Matteo Renzi, nachdem der die italienische Zustimmung zum UNESCO-Beschluss als "Fehler" bezeichnet hatte: "Das ist wie die Behauptung, wonach die Sonne Finsternis erzeuge." Laut
Netanjahu habe selbst absurdes Theater eine Grenze. Es gehe nicht um politische Fragen, sondern um historische Fakten. Derweil hat die "Internationale Christliche Botschaft Jerusalem" (ICEJ) während ihrer Jahreskonferenz zum Laubhüttenfest Christen aufgerufen, Bibeln an die UNESCO schicken, um auf die Bedeutung von Jerusalem und dem Tempelberg für Juden und Christen hinzuweisen. Etwa 5.000 Christen aus mehr als 70 Nationen nahmen an der Konferenz teil. (imra, INN, JPost) TS

Protest gegen die jüngste UNESCO-Resolution
Die Wiener Katholisch-Theologische Fakultät protestierte gegen die UNESCO Resolution über den Jerusalemer Tempelberg. Die historische Stätte nur mit ihrer muslimischen Bezeichnung "Haram-esch-Scharif" (edles Heiligtum) zu bezeichnen und jede Beziehung
zum Judentum auszuklammern, müsse als "hochproblematisch, ja inakzeptabel zurückgewiesen werden." Die Ausblendung der engen Beziehungen zwischen Jerusalem und dem Judentum sei ein "Akt fahrlässiger Geschichtsvergessenheit". Unterzeichnet ist die Stellungnahme von der Dekanin Prof. Siegrid Müller und den beiden Vize-Dekanen Prof. Jan-Heiner Tück und Prof. Johann Pock. Im Vorfeld hatte bereits die katholische Gemeinschaft Sant'Egidio die Resolution scharf kritisiert. (rv) TS

Knesset wendet sich an Vatikan
Knessetsprecher Juri Edelstein kritisierte den UNESCO-Beschluss als Affront gegenüber Juden und Christen. In einem Brief an Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin rief
er den Heiligen Stuhl dazu auf, die "Wiederholung von Entwicklungen wie diesen" zu verhindern. Die Verleugnung der Historizität beider Jerusalemer Tempel und alt- wie neutestamentlichen Berichte über den Tempelberg seien "eine schreckliche Anklage der internationalen Gemeinschaft". Ähnlich wie in einer Mitte Oktober verabschiedeten Resolution erwähnt auch der jetzt angenommene Entwurf den jüdischen Namen "Tempelberg" ebenso wenig wie die Bedeutung des Ortes für Juden oder Christen. (domradio) KR

Papst: "Gott hat Heiliges Land dem Volk Israel versprochen"
Papst Franziskus erklärte bei einem öffentlichen Auftritt kurz vor einer Audienz mit Israels stellvertretendem Minister für regionale Kooperation, dem Drusen Ajoub Kara, dass "Gott dem Volk Israel das Heilige Land verheißen" habe. Der Minister dankte dem Papst für diese Worte und erklärte später, dass nach seinem Gefühl der Papst so eine erste öffentliche Botschaft an die UNESCO geschickt habe. "Das Volk Israel war in Ägypten versklavt. Es wanderte vierzig Jahre lang durch die Wüste, bis es das von Gott versprochene Land erreichte", sagte der Papst wörtlich. (JPost) TS



"Mona Jassir"



Südkorea will israelischen Satelliten anmieten
Südkorea könnte den israelischen Satelliten Ofek 11 zum Ausspionieren von Nordkorea mieten. Ofek-11-Spionage-Satellit startete am 13. September 2016 in Palmachim. Seoul sei zunehmend besorgt, nachdem Nordkorea fünf Atomtests in den vergangenen zehn Jahren durchgeführt hatte und Raketentests, darunter mit ballistischen Raketen mittlerer Reichweite. Israel und Südkorea liegen auf ähnlichen Breitengraden, zwischen 30 und 40 Grad nördlich des Äquators. Die Umlaufbahn von Ofek 11 führt über Korea. (ToI) TS

Tausende Frauen demonstrierten für Frieden
Etwa 2.500 Frauen haben auf einer Kundgebung in Jerusalem Israelis und Palästinenser zu Friedensverhandlungen aufgefordert. Ehrengast war die liberianische Friedensnobelpreisträgerin Leymah Roberta
Gbowee. Jüdische und arabische Israelinnen haben vor der Jerusalemer Residenz von Premierminister Benjamin Netanjahu für Frieden demonstriert. Mit der Kundgebung endete ihr rund 200 Kilometer langer "Marsch der Hoffnung", der vor zwei Wochen in Nordisrael begonnen hatte. Organisiert hatte den Marsch die israelische Bewegung "Woman Wage Peace" (Frauen wagen Frieden). Die Organisation wurde von jüdischen und arabischen Frauen nach der israelischen Militäroffensive gegen die Terrorinfrastruktur der Hamas im Gazastreifen im Sommer 2014 gegründet, nicht etwa wegen dem Beschuss Israels mit Tausenden Raketen der Hamas. Unklar ist auch, warum die Frauen in Jerusalem demonstrierten, nicht aber in Ramallah, obwohl Präsident Mahmoud Abbas seit Jahren Gespräche mit Israel verweigert. (INN) TS

ISRAEL BONDS gedenkt Shimon Peres
Die Israel Bond Organisation trauert um Shimon Peres, dem neunten Präsidenten des Staates Israel. Israel Bonds hatte das Glück in ihm einen Förderer und treuen Verbündeten zu haben. Präsident Peres trat oft bei Veranstaltungen der Israel Bonds in den USA auf
und hat voller Wärme und Enthusiasmus die Delegationen in Israel empfangen. Shimon Peres schrieb einst «Ich bin glücklich Zeuge davon gewesen zu sein, wie Israel Bonds auf unzählige Weise dazu beigetragen hat das Land Israel aufzubauen. Die Führungsebene und Mitglieder von Israel Bonds sind dankbar für die enge Freundschaft mit Shimon Peres. Als Staatsmann und Visionär hat er Israel selbst, sowie die weltweite Wahrnehmung von dem jüdischen Staat, verändert. (bonds) TS




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Schockierter israelischer Militärsprecher
Israelische Militärs entdeckten mit ihren thermischen Überwachungskameras "verdächtige Personen" auf dem Weg zur

Siedlung Migdal Oz im Westjordanland. Soldaten konnten sie festnehmen und verhören. Es waren zwei 8-jährige Jungen, mit Messern bewaffnet, die nach eigenen Angaben geschickt worden seien, einen Terroranschlag gegen Juden zu verüben. Militärsprecher Peter Lerner: "Wenn zwei 8-jährige Kinder auf eine Mission geschickt werden, um israelische Zivilisten anzugreifen, ist klar, dass die hasserfüllte Rhetorik, die in der palästinensischen Gesellschaft widerhallt, auch die am meisten gefährdeten Köpfe missbraucht." Zu diesem Vorfall gab es keine Reaktion von UNICEF oder anderen Menschenrechtsorganisationen, die gegen den Einsatz von Kindersoldaten agitieren oder sonst den Missbrauch von Kindern verurteilen. (Israelvideo, ToI, gatestone) TS

Wegen Tasse Kaffee in Arrest
Die Palästinensische Autonomiebehörde verhaftete vier Bewohner von Wadi Nis, nachdem sie eine Laubhütte in Efrat besucht hatten. Sie hätten den Boykott der Siedlungen durch die palästinensische Regierung

verletzt. Riyad Abu Hamad, Yakoub Mousa Abu Hamad, Farouk Mousa Abu Hamad und Mohammad Ahmed Abu Hamad waren von Bürgermeister Oded Revivi nach Efrat eingeladen worden, "um den Frieden zu fördern". Anwesend waren der israelische Maj. Gen. Nitzan Alon und der stellvertretende Polizeichef Moshe Barkat, Kommandeur der Jerusalem Division. In Ramallah hieß es, dass die vier "zu ihrem eigenen Schutz" verhaftet worden seien, angesichts der Drohungen gegen sie in sozialen Medien. Premierminister Benjamin Netanjahu kritisierte, die Verhaftungen seien "ein weiterer Beweis für die palästinensische Weigerung, Frieden zu machen" Der Premier verurteilte auch das Schweigen israelischer Menschenrechtsorganisationen. Bürgermeister Revivi: "Es ist absurd, dass die palästinensische Behörde es als Verbrechen betrachtet mit Juden Kaffee zu trinken. Initiativen, die Zusammenarbeit und den Frieden zwischen den Menschen zu fördern, sollten gefördert und nicht zum Schweigen gebracht werden." Die vier wurden nach einer israelischen Intervention wieder freigelassen. (Haaretz) TS

Machtkämpfe in den Autonomiegebieten
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat die Entscheidung genehmigt, den Fatah-Führer und Abgeordneten Jihad Tummaleh von der Fatah-Bewegung auszuschließen. Entlassen wurde auch Raafat

Elayyan, Sprecher der Fath-Partei in Jerusalem. Zuvor hatten palästinensischen Sicherheitskräfte ein von Tummaleh organisiertes Treffen mit anderen Fatah Führern im Gemeindezentrum des al-Amari Flüchtlingslagers zerschlagen. Die palästinensische Behörde (PA) geht hart gegen Kritik ihrer Regierung vor. Zuletzt wurde der palästinensische Offizier Osama Mansour festgenommen, nachdem er auf Facebook Abbas aufgefordert hatte, seine Beteiligung an der Beerdigung des ehemaligen israelischen Präsidenten Shimon Peres zu überdenken. Mansour war Leiter für Öffentlichkeitsarbeit und Medien bei der Einheit für die Koordination der Sicherheit mit Israel. Er wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, doch Abbas "begnadete" ihn und ließ ihn in den Ruhestand versetzen. Zunehmende Einschüchterungen kritischer Musiker und Journalisten führen zu Selbstzensur. Für Oktober angesetzte Neuwahlen sind ausgesetzt worden. Die Nachfolge von Mahmoud Abbas ist weiterhin offen. (ToI, Maan, Maan, Maan, aawsat) TS

Autonomiebehörde nennt Schule Terrorchef von München 1972
Die Palästinensische Autonomiebehörde hat dem Vordenker des Münchner Olympia-Massakers von 1972 eine neue Schule gewidmet. Die Schule in der West Bank Stadt Tulkarem wurde "Märtyrer Salah Khalaf Schule" genannt, in Erinnerung an den Anführer des

Schwarzen-September. Khalaf, auch bekannt als Abu Iyad, plante den Angriff auf die israelische Delegation bei den Olympischen Spielen in München 1972. Elf israelische Athleten und Trainer wurden gefoltert und getötet. Khalaf spielte auch eine Rolle bei der Übernahme der amerikanischen Botschaft von 1973 in Khartum im Sudan. Dabei wurden zwei amerikanische Diplomaten und ein belgischer Gesandter ermordet. Bei der Grundsteinlegung unterstrich Distrikt-Gouverneur Issam Abu Bakr "die Bedeutung des Projekts des Baues der nach Märtyrer Salah Khalaf benannten Schule, zur Erinnerung an diesen großen nationalen Kämpfer". Dies ist die vierte Schule, die Khalaf gewidmet ist. Die drei anderen befinden sich im Hamas-regierten Gaza-Streifen. Palestinian Media Watch (PMW) schrieb einen Brief an die Europäische Union, die das Bildungsbudget der PA finanziert. Die EU erklärte in einem Antwortschreiben zu einem anderen PMW-Brief, dass sie ihre finanzielle Unterstützung der Palästinensischen Autonomiebehörde nicht aufgeben werde, trotz der Entdeckung, dass die PA Gehälter für inhaftierte Terroristen zahlt. Das Vereinigte Königreich hat deshalb USD 30 Mio. Beihilfezahlungen ausgesetzt. (Welt, palwatch, ofirgendelman, tower) Auch in Deutschland gibt es Forderungen an das Auswärtige Amt die Finanzierung der Autonomiebehörde von deutlichen Veränderungen abhängig zu machen, doch scheinen diese keine Bedeutung für das Auswärtige Amt bei den Regierungskonsultationen mit den Palästinensern gehabt zu haben (Facebook, HC, HC) TS

Krux mit dem Kreuz
Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), hat die Entscheidung gerechtfertigt, während des Besuchs auf dem Tempelberg in Jerusalem sein Bischofskreuz abzulegen. "Wir haben aus Respekt vor den Gastgebern gehandelt", sagte er vor Pressevertretern. Es handle sich "in keinster Weise um eine Verleugnung des Kreuzes, sondern um eine Antwort auf den Wunsch der Gastgeber". In Israel besuchten

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm auf Tempelberg und an Klagemauer, mit und ohne Kreuz
die Bischöfe den muslimischen Felsendom und die jüdische Klagemauer. Fotos zeigten den Ratsvorsitzenden ohne Bischofskreuz. Das hatte Verwunderung ausgelöst. Wie Bedford-Strohm sagte, trägt er bei Moscheebesuchen sonst das Bischofskreuz: "Das halte ich für den Normalfall." Den eigenen Glauben im interreligiösen Dialog zu verleugnen, sei der verkehrte Weg. In dieser besonderen Situation in Jerusalem wäre es aber falsch gewesen, dem Wunsch der islamischen Gastgeber nicht nachzukommen, erklärte er. (idea, TapferimNirgendwo) TS







Zwei ungeheuerliche Themen beschäftigten die israelische Öffentlichkeit: die UNESCO-Beschlüsse und die Kampagne der Palästinenser, die Briten wegen der 100 Jahre alten Balfour-Deklaration zu "verklagen" und für alle "Verbrechen" an den Palästinensern seitdem und bis heute verantwortlich zu machen. Der Versuch, die Geschichte neu zu schreiben, ist lächerlich, absurd und zudem gefährlich, denn das kann Kriege und Gewalt nicht nur schüren, sondern auch rechtfertigen. Wenn die UNESCO und die Palästinenser den Juden jegliche Anrechte, historische Verbindungen und Geschichte absprechen, mag das beim Kampf zwischen Israelis und Palästinensern noch angehen und "legitim" sein. Im "Krieg" sind halt alle Mittel erlaubt, den Gegner gründlich zu schlagen. Doch wenn sogar die Existenz jüdischer Tempel in Jerusalem verleugnet wird, trifft es nicht nur die Juden und Israelis. Hiermit wird auch die Existenz und Geschichte des Christentums in den "Papierkorb der Geschichte" geworfen. Da muss man sich fragen, wie europäische Länder für diese Resolutionen stimmen können oder sich auch nur enthalten. Merken die eigentlich gar nicht, wie ihnen ihre ganze Kultur, ihre Werte und die eigene Geschichte unter den Füßen weggezogen wird? Sind diese Europäer wirklich bereit, kulturellen Selbstmord zu begehen, nur um den "israelischen Besatzern" eines auszuwischen? (unwatch) TS







Bibel-Marathon in Bildern, von Rosh Ha'ayin nach Schiloh.


Kriegsveteranen radeln von Jerusalem nach Eilat
Über 100 kanadische Radfahrer werden neben 70 behinderten Veteranen der IDF von Jerusalem nach Eilat als Teil der "Courage in Motion" (Mut in Bewegung) Radtour radeln. Der Start ist für Sonntagmorgen am 30. Oktober um 09:30 Uhr geplant. Über 100 kanadische
und amerikanische Fahrer nehmen an der Fahrradtour teil, neben rund 70 israelischen behinderten Veteranen, Mitgliedern der Radklubs der 4 Beit Halochem Zentren. Während der 5-tägigen-Fahrt (30. Oktober - 3. November) werden die Gäste aus Übersee die bewegenden Geschichten von Mut, Widerstandsfähigkeit und Rehabilitation der israelischen Veteranen hören. Entlang des Weges besuchen sie mit ihren Fahrrädern, Handbikes (Paraplegiker und Bein Amputierte) und Tandem-Fahrrädern (blinde Fahrer) historische und touristische Stätten sowie Armeestützpunkte. (courage) TS







Arabische Küche in Israel
Dochol Safadi aus Nazareth, Chef des Diana-Restaurants, hat mit der bekannten israelischen Bloggerin Michal Waxman den Frauen seiner Familie beim Kochen über die Schulter geschaut und die Rezepte gesammelt. Das reich bebilderte
Kochbuch gibt es vorläufig nur auf Hebräisch. Eine englische Übersetzung sei schon in Arbeit. Auf dem Titelblatt steht "Baladi" in Arabisch und Hebräisch. "Baladi" ist das arabische Wort für dörflich, heimisch und ursprünglich. Entsprechend verwendet Safadi mit Vorliebe wilde Kräuter und Gemüse. Und dazu gibt es fremdartige, aber unbeschreiblich wohlriechende Kräuter wie duftendes Geranium. Ein Geheimtipp ist sein "Baharat", das typische arabische Gewürz, das in jeder Familie anders gemischt wird, zum Beispiel mit Ingwer, Nelken und Kreuzkümmel. Safadis Baharat ist schlicht, aber in der Würzwirkung umso überzeugender: Er mischt 100 gr frisch gemahlene Pimentkörner, 50 gr frisch gemahlene Pfefferkörner und eine Muskatnuß. Safadi erzählt, dass seine christliche Familie ursprünglich aus Rafidin im Irak stammt, "wo zwei Flüsse zusammenfließen". Von dort seien sie erst nach Safed in Galiläa gewandert, daher sein Nachname "Safadi", und schließlich nach Nazareth. Sein Urgroßvater habe 1869 Napoleon III durch das Land geführt und dafür eine Medaille und einen französischen Pass erhalten. (ybook, foodis, waxman, INN) TS

Wundersa(h)mes aus Jerusalem
Das älteste Rezept im neuesten Kochbuch: "Frisch aus dem Ofen sind die ersten Exemplare der zweiten überarbeiteten Auflage "Wundersa(h)mes aus Jerusalem", Rezepte und Wissenswertes der israelischen Küche, gewürzt mit ein paar Erinnerungen. Im Kapitel, "Wo König Salomon zu Fuß hinging" habe ich eine Speise aus biblischer Zeit
Hardcover mit Ringbindung, 100 Seiten, 20,00 EUR.
rekonstruiert. Das vornehme "Haus des Achiel" wurde am 9. des Monats Av im Jahr 586 v.Chr. zusammen mit dem Tempel und der Stadt Jerusalem vom assyrischen König Nebukadnezar in Schutt und Asche gelegt. Daher konnte kein Kochbuch mehr gerettet werden. Achiel hatte jedoch bis zum 8. Av das stille Örtchen benutzt, das Archäologen neben dem großen Wohnzimmer freigelegt haben, erkennbar durch einen wohlgeformten Stein mit einem Loch in der Mitte. Das Erdreich darunter wurde zur Analyse in die USA geschickt. Achiel hatte Lämmer, Ziegen, Hühnchen oder Puten gegessen, gewürzt mit allen Kräutern, die heute noch in Jerusalem am Straßenrand wild wachsen. So habe ich Rosmarin, Salbei, Minze und Kapern mit Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, Salz und Pfeffer in den Mixer gegeben, damit das Fleisch mariniert und gebacken. Das "letzte Mahl des Achiel" lohnt den Aufwand. Es schmeckt vorzüglich." Das "private" Kochbuch von Ulrich Sahm in neuer korrigierter Auflage mit Rezepten, die er seinen Gästen in Jerusalem präsentiert, mitsamt einem kulinarischen Rundgang durch die biblische, jüdische, muslimische und israelische Küche. "Zicklein in der Milch seiner Mutter", Esaus Linsengericht und in einem letzten Kapitel auch jener Lokus, "Wo König Salomo zu Fuß hinging". Aus dem Fundus unter dem Lokus der Archäologen kreierte Sahm die "Letzte Mahlzeit des Achiel vom 8. des Av im Jahr 587 vor Christi". Bestellmöglichkeiten: Tel. 03727 2701, Fax 03727 95623, Email, Ev. Buchhandlung, OT Schönborn, Schulstr. 5, 09661 Rossau

Deutsche und zentraleuropäische Juden in Palästina und Israel
Die beiden Narrative, jüdische Migranten aus Deutschland und Zentraleuropa hätten sich in Palästina/Israel nur begrenzt in die bereits bestehende jüdische Gesellschaft integriert oder sie hätten einen positiven ,Beitrag' zur Modernisierung des Landes geleistet, halten sich zählebig. Das Buch blickt auf kulturelle Transfers von Deutschland und Zentraleuropa nach Palästina und Israel im Spannungsfeld von Bewahrung und Transformation. Es fragt nach Lebenswelten und Identitätsentwürfen, untersucht ,jeckische Institutionen', Biografien von Individuen, Familien und Generationen, Alltag und Habitus, ,Kulturkämpfe' sowie Milieus, kulturelle Gedächtnisse und Tradierungen. Haifa dient in diesem Zusammenhang als Prisma und Beispiel. (neofelis) TS
Anja Siegemund (Hrsg.) Deutsche und zentraleuropäische Juden in Palästina und Israel. Kulturtransfers, Lebenswelten, Identitäten - Beispiele aus Haifa. Jüdische Kulturgeschichte in der Moderne _ Bd. 11 514 S. _ Hardcover € 39 ISBN (Print) 978-3-95808-027-0 ISBN (PDF) 978-3-95808-087-4



Das Goetheinstitut lädt ein
Die Deutsch-Israelischen Literaturtage 2016 stehen unter dem Titel "Im Neuland". Vom 2. bis 6. November 2016 kommen in Berlin auf Einladung des Goethe-Instituts und der Heinrich-Böll-Stiftung 18 deutsche und israelische Autorinnen und Autoren zusammen, um ihre Perspektiven auf die gegenwärtigen Fluchtbewegungen auszutauschen - darunter Etgar Keret, Daniel Kehlmann und Shida Bazyar. (Goethe) TS
Foto: Goethe-Institut

Vortragsreihe "Israel und der Vordere Orient"
Der Ben-Gurion-Lehrstuhl für Israel- und Nahoststudien lädt ab November zu der Vortragsreihe "Israel und der Vordere Orient"
ein. Den Anfang macht Lehrstuhlinhaber Johannes Becke am 8.11.2016 um 18:15 Uhr in der Hochschule für jüdische Studien, Heidelberg (HfJS) zum Thema: "Israel-Studien in der arabischen Welt: Mehr als nur Feind-Studien?" Das Fach der Israel-Studien wurde in der westlichen Wissenschaftslandschaft erst in den letzten 10-20 Jahren etabliert - arabische Universitäten und Forschungszentren hatten das Fach Zionismus-Studien, Israel-Studien oder Palästina-Studien aber bereits in den 1960er und 1970er Jahren etabliert, häufig ausdrücklich als eine Disziplin der Feindstudien. Der Vortrag analysiert das Phänomen politisierter Wissensproduktion in ethnischen Konflikten und vergleicht etablierte Institutionen der Israel-Studien in der arabischen Welt (etwa das Institut für Palästina-Studien in Beirut) mit den Neugründungen der letzten Jahre (beispielsweise das Zentrum für Israel-Studien in Amman oder der Studiengang Israel-Studien an der Universität Birzeit). (hfjs) TS




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Der sollte Bestandteil jeder Stadt sein - egal wie klein, oder groß! Noch ist genug Zeit sich Gedanken über die Planungen für das kommende Jahr zu machen, doch man sollte sich nicht täuschen. Die Zeit vergeht zumeist schneller als man denkt! Das ILI-Team ist gerne behilflich mit Material und Ideen. Das Handbuch für 2017 liegt bereit für Sie zum Abruf! Ob als Sponsor, Organisator oder Mitarbeiter: SEIEN AUCH SIE MIT DABEI! Informationen und Kontaktaufnahme unter: Israeltag@il-israel.org

Fotos, Videos, Impressionen und Medienberichte vom 4. Deutschen Israelkongress
Das war der #DILK16: Tausende Besucher vor Ort und via Online-Livestream, mehr als 100 Mitwirkende im vielfältigen Programm, rund 200 unterstützende Organisationen, eine Vielzahl von Medienberichten und Social-Media-Beiträgen! Eine große Vielzahl von Videos der einzelnen Panel und Breakout Sessions finden Sie im YouTube-Kanal
des Deutschen Israelkongresses. Zudem ist der 4. Deutsche Israelkongress mit Fotos, Videos und Berichten unter Israelkongress.de dokumentiert. Wir beginnen bereits mit den Vorbereitungen für den 5. Deutschen Israelkongress, der für März 2018 - wieder in Frankfurt - geplant ist.











Israelisches Feldhospital

Weißer Elefant: Größter Busbahnhof der Welt in Tel Aviv

Jerusalem mit Drohne aufgenommen

2.700 Jahre alter Lieferschein für Wein an König von Jerusalem



Bitte schickt auch Ihr uns Eure Aufnahmen - Bilder die Israel zeigen, wie Ihr es seht und erlebt habt.


Was Israelis zum Essen lieben





Shalom
Thomas
ILI News
Thomas@il-israel.org



Der nächste Israeltag
findet am 11. Mai 2017 statt!


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