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17. Juli 2017

Inhaltsverzeichnis























Cannabis für Kinder mit Autismus
Autistische Störungen werden meist im Alter von etwa zwei Jahren diagnostiziert, wenn Kinder beeinträchtigte soziale Fähigkeiten und Kommunikationsfähigkeiten zusammen mit zwanghaften Verhaltensweisen zeigen. Autismus gilt als unheilbar. Derzeit werden in den USA für
die Symptomlinderung autistischer Störungen nur zwei atypische Antipsychotika zugelassen. Allerdings haben diese Mittel schwere Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme und veränderte Hormonproduktion. Der Neurologe Dr. Adi Aran, Direktor der Neuro-pädiatrischen Einheit im Shaare Zedek Medical Center in Jerusalem, behandelt in einer Forschungsreihe Symptome von Autismus mit medizinischem Marihuana: "Bevor wir die Studien begannen, kamen viele Eltern zu uns und baten um Hilfe für ihre Kinder. Medikamente und alle Arten von Verhaltenstherapie halfen nicht - die Familien waren hilflos. Die Lebensqualität war sehr schlecht." Die klinische Studie begann im Januar 2017. Die Teilnehmer erhalten Cannabidiol (CBD), eine im Gegensatz zu dem bekannten Tetrahyrdrocannabinol (THC) nicht-psychoaktive Verbindung. Das Mittel hilft den Kindern, mehr zu kooperieren und reduziert die Verhaltensauffälligkeiten. Aran warnt indes vor überzogenen Erwartungen: "Es wird nicht die Symptome heilen, das ist sicher. Es wird niemals Autismus heilen. Aber es kann die Lebensqualität der Kinder steigern und damit der ganzen Familie helfen." Die israelische Regierung sponsert das medizinische Cannabisprogramm und legt der Forschung wenige Einschränkungen auf. Einige neuere israelische Studien zeigen, dass Marihuana Knochenbrüche heilen, den Schmerz, der mit der Parkinson-Krankheit assoziiert ist lindern, Hirnschäden verhindern und sogar die Ausbreitung von Krebs stoppen kann. Die Israelis sind weltweit Pioniere der Cannabisforschung: Israels Cannabis-Gründergroßvater, Prof. Raphael Mechoulam (*5. November 1930), studiert seit den 1960er Jahren die Pflanze. Mechoulam stammt aus einer sephardischen Familie in Sofia, wo sein Vater Leiter des Jüdischen Krankenhauses war. 1949 wanderte die Familie nach Israel aus. Dort studierte Raphael Chemie. Schon 1963 isolierte er aus den rund 1.000 Cannabis-Substanzen das Cannabidiol (CBD). Ein Jahr darauf entdeckte er auch den Stoff, der die Bewusstseinsänderung bewirkt - Tetrahydrocannabinol (THC). Raphael Mechoulam ist Hochschullehrer für Pharmazeutische Chemie und Naturstoffe an der Hebräischen Universität Jerusalem. Seine Forschung und die seiner Schüler zu den Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn sorgte dafür, dass israelische Firmen an mehr als 80% aller weltweiten Cannabis-Patente beteiligt sind. (nocamels, ToI) DC

Wilder Weizen erstmals genetisch sequenziert
Ein globales Forscherteam unter der Leitung von Dr. Assaf Distelfeld an der Tel Aviv University School of Plant Sciences hat die erste Wild-Emmer-Weizengenomsequenz im Science Magazin veröffentlicht. Wild-Emmer-Weizen ist die ursprüngliche Form von fast allen domestizierten Weizen in der Welt, einschließlich Hartweizen und Brot Weizen. "Aus biologischer und historischer Sicht haben
wir einen ,Zeittunnel' geschaffen, den wir verwenden können, um Weizen aus den Ursprüngen der Landwirtschaft zu untersuchen", so Dr. Distelfeld. "Unser Vergleich mit dem modernen Weizen hat es uns ermöglicht, die genauen Gene zu identifizieren, die die Domestikation erlaubten." Zum ersten Mal werden die Sequenzen der 14 Chromosome des wilden Emmer-Weizens in eine verfeinerte Reihenfolge zusammengebrochen, dank zusätzlicher Technologie, die DNA- und Proteinverbindungen nutzt. "Das wurde ursprünglich bei Menschen getestet und vor kurzem in Gerste nachgewiesen, die beide kleinere Genome haben als Wild-Emmer-Weizen", sagt Dr. Nils Stein, Leiter der Genomikabteilung für genetische Ressourcen am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Deutschland. Dr. Zvi Peleg von der Hebräischen Universität Jerusalem erklärt das Ziel der Forschung: "Während viele moderne Weizen-Sorten anfällig für Wassermangel sind, hat Wild Emmer eine lange Evolutionsgeschichte unter dem für Dürre anfälligen mediterranen Klima hinter sich, so dass die Nutzung der wilden Gene im Weizenzuchtprogramm mehr Ausbeute bei weniger Wasser ermöglichen." Dr. Distelfeld stellt heraus: "Wir haben jetzt die Werkzeuge, um Kulturen direkt zu studieren und unsere Entdeckungen effizienter zu machen als je zuvor." (TAU) DC




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Sea-Israel-Aquarium in Jerusalem
In wenigen Wochen wird in Jerusalem das "Sea Israel"-Aquarium für die Besucher eröffnet werden. Es handelt sich um das erste Aquarium seiner Art in Israel. Es befindet sich auf einem 6.000 m2 großen Gelände nahe dem Jerusalemer Zoo. Ziel des Aquariums ist es, den Besuchern die vielseitigen Unterwasserwelten des Mittelmeers und des Roten Meers sowie des Sees Genezareth näher zu bringen. Der Bayerische Rundfunk hat einen ausführlichen Bericht über die neue Attraktion Jerusalems veröffentlicht. (ynet, youtube, israelheute) TS

Neue Tourismusrekorde



Tor zur Welt
Transportminister Israel Katz will vor dem Gazastreifen eine Insel bauen lassen. Im Sommer 2005 rückten Israels Soldaten ab, packten die Siedler ihre Sachen. "Und doch wird Israel noch immer als verantwortlich angesehen und ist in großem Maße die einzige Lebensader
für das Gebiet", heißt es in einem Werbefilm, den Israel Katz hat produzieren lassen. Die Misere im Küstenstreifen will Katz nun mit einer künstlichen Insel vor der Küste Gazas beheben. Sie solle durch eine Brücke mit dem Festland verbunden, von der internationalen Gemeinschaft finanziert und gebaut werden und ihr gehören. Die Insel soll nach der Vorstellung von Katz rund 4,5 Kilometer vor der Küste liegen. Die Kontrolle sollen Israel und internationale Polizeikräfte übernehmen. Das Projekt soll rund EUR 4,4 Mrd. kosten, durch ausländische Firmen finanziert werden und fünf Jahre Bauzeit benötigen. "Wir können es uns nicht leisten, zu warten. Wir steuern direkt auf eine humanitäre Katastrophe oder einen Krieg oder beides zu", unterstrich Katz sein Vorhaben. Es ist kein Geheimnis, dass die humanitäre Lage im Gazastreifen nahezu unerträglich ist. Die zwei Millionen Bewohner müssen oft mit weniger als vier Stunden Elektrizität am Tag auskommen. Die israelische Armee warnt seit Jahren, dass die Lage einem "Dampfkochtopf" gleiche und "die schwierigen humanitären und wirtschaftlichen Bedingungen im Gazastreifen innerhalb von zwei Jahren zu einer Explosion führen können". Ein Seehafen für Cargotransporte würde die benötigten Waren abwickeln und einlagern, ein Personenterminal den Menschen im Gazastreifen Bewegungsfreiheit bieten, Strom würde in einem eigenen Kraftwerk produziert, eine Wasserentsalzungsanlage für Trinkwasser sorgen. Es soll sogar einen Yachthafen für private Schiffe geben, auch gäbe es in der Zukunft die Option für einen Flughafen. Israel würde nach wie vor die Kontrolle über die Sicherheit in den Gewässern um die Insel und die Kontrolle für die Häfen übernehmen. Internationale Polizei wäre für die Sicherheit auf der Insel und den Übergang von der Küste zur Insel zuständig. Sollte es nötig sein, könnte die Insel zudem durch eine Zugbrücke vom Land abgetrennt werden. Die Hamas hat nicht offiziell reagiert. Quellen behaupten, das Projekt sei ein weiteres Kontrollinstrument Israels, das die Zukunft eines Palästinenserstaates in noch weitere Ferne rücken würde. Die Hamas will ihren eigenen Hafen im Streifen bauen - etwas, das die Regierung in Jerusalem vehement ablehnt. (JA, TSP) TS

Neues palästinensisches Kraftwerk in Jenin
Israelische und palästinensische Beamte unterzeichneten einen Deal zur Übertragung der Vollmachten an die Palästinensische Autonomiebehörde bei der Eröffnung eines neuen palästinensischen Kraftwerks in der Nähe der Westbank-Stadt Jenin. Die Umspannstation wird es
Israel ermöglichen, im Gebiet unter PA-Kontrolle im nördlichen Westjordanland 135 Megawatt Elektrizität zur Verfügung zu stellen. Dort gab es häufig Stromausfälle. Nach der Unterzeichnung des Abkommens haben der Palästinensische Autonomieregierungschef Rami Hamdallah, Israels Minister für nationale Infrastruktur, Energie und Wasserressourcen, Yuval Steinitz, IEC-Vorsitzender Yiftah Ron-Tal und der Koordinator der Regierungsaktivitäten in den Territorien, Generalmajor Yoav Mordechai, das Stromwerk eingeweiht. Hamdallah erklärte, dass die Umspannstation "entscheidend sei, um unsere Unabhängigkeit zu stärken, damit wir den wachsenden Bedürfnissen unserer Mitarbeiter im Elektrizitätssektor gerecht werden können". Er dankte Israel für "die Kooperation, die Fertigstellung der Unterstation zu erleichtern". (TIP, fokus-Jerusalem, Cogat) TS

Historisches Wasserabkommen
Der amerikanische Vermittler Jason Greenblatt ermöglichte ein historisches israelisch-palästinensisches Wasserabkommen. Die Vereinbarung über einen Rotes-Meer-Totes-Meer-Kanal umfasst den Verkauf von 33 Mio. m³ entsalzten Wassers an die PA. Neben der Bereitstellung von jährlichen 100 Mio. m³ Trinkwasser an Palästinenser, Jordanier und Israelis, wird das Red-Dead-Projekt "grüne Energie" produzieren und das Tote Meer wieder auffüllen, dessen Wasserspiegel seit Jahren drastisch sinkt. (Jpost, ToI) TS

Anleger in israelischen Startups erhalten staatlichen Schutz vor Verlusten
Das Ministerium für Finanzen veröffentlichte eine Ausschreibung für die Auswahl der vier Manager für Fonds, die in High-Tech-Unternehmen investieren. Die Gelder werden an der Tel Aviv Stock Exchange (TASE)
notiert, während der Staat sowohl Schutz vor den Verlusten der Anleger in den Fonds, als auch Garantien für die Kreditaufnahme bietet. Ein Minimum von NIS 400 Mio. in Beteiligungseinheiten in den Fonds wird auf der TASE gelistet. Der Großteil des derzeit investierten Kapitals in Israel-Unternehmen, die sich mit Forschung und Entwicklung von High-Tech beschäftigen, kommt aus dem Ausland, und ein großer Teil der Unternehmen wird von ausländischen Unternehmen in relativ frühen Stadien ihrer Entwicklung erworben. Mit dem neuen Fonds sollen Unternehmen an das Land gebunden werden. Sie werden Investitionen in marktfähige Technologien mit einem erheblichen Investitionsvolumen (mindestens 30%) und in Startups kombinieren. Der Staat wird für jeden Fond, der die Ausschreibungsbedingungen erfüllt, NIS 50 Mio. Schutz gewähren.
Die Mittel in der Ausschreibung können mit einer staatlichen Garantie von bis zu NIS 100 Mio. pro Fond belastet werden. Finanzminister Moshe Kahlon: "Die neuen Fonds vereinen zwei wichtige Ziele des Finanzministeriums: Eröffnung eines neuen Investitionsinstruments für Rentenversicherer und Bereitstellung einer neuen Kapitalquelle für die israelische Hightech-Industrie, die derzeit vorwiegend aus dem Ausland finanziert wird." (globes) DC

Türkischer Energieminister will Israel besuchen
Der türkische Energieminister Berat Albayrak, ein Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, will Israel bis Ende dieses Jahres besuchen, um eine Vereinbarung über den Bau einer Erdgaspipeline aus Israel in die Türkei zu beschließen. Die Türkei ist weitgehend von ausländischen Energielieferungen abhängig und daher bemüht, möglichst unterschiedliche Anbieter zu nutzen. Israel sucht nach Energiepartnern, um sein Leviathan-Erdgasfeld zu erschließen und hofft, über die Türkei in den Balkan und Europa liefern zu können. (ToI) DC



Erster veganer Supermarkt in Israel
Israels erster veganer Supermarkt hat in Tel Aviv seine Türen geöffnet. Er heißt "HaGal Hajarok" ("Grüne Welle"). Die Besitzer Refael Avraham und Ejlon Sakser nahmen sich den Berliner Supermarkt "Veganz" zum Vorbild. Das Ziel sei es, nur Produkte anzubieten, die nach ethischen Maßstäben ausgewählt sind und bei deren Produktion in keinster Weise Tiere ausgebeutet werden. Das Sortiment umfasst 4.000 Produkte. Die Besitzer planen, bis zum Jahr 2018 fünf weitere Supermärkte dieser Art in Israel zu eröffnen. (clearlyvegan, Israelnetz) TS

Palästinensische Bauern lernen in Israel
Über 240 palästinensische Bauern kamen nach Tel Aviv, um auf der Agro-Mashov-Ausstellung neue Landwirtschaftstechniken kennen zu lernen. (Cogat) DC

Palästinensisch-israelische Fortbildung für Rettungssanitäter
Palästinensische und israelische Notfallhelfer werden bei COGAT gemeinsam unterrichtet. (Cogat) DC



Terroranschlag in Jerusalem
Vor dem Freitagsgebet auf dem Tempelberg, Haram Scharif, ermordeten 3 muslimische Araber aus der israelischen Ortschaft Umm el Fachem mit Schnellfeuerpistolen zwei drusische israelische Grenzpolizisten und verletzten einen weiteren schwer. Drusen sind eine muslimische Sekte. Die drei Angreifer wurden umgehend erschossen. Obgleich es schon zahlreiche Terrorüberfälle am Löwentor nahe dem
Tempelberg gegeben hat, wird dieser Anschlag als besonders "schwerwiegend" gewertet, zumal Israel in der Reaktion - angeblich zum ersten Mal seit 1967 - den Tempelberg komplett für die Freitagsgebete gesperrt hatte. PA-Präsident Abbas verurteilte den Terroranschlag in einem Telefongespräch mit Premierminister Netanjahu und forderte eine sofortige Öffnung des Berges. Derweil hatte Israel den früheren Mufti Ekrema und den jetzigen Mufti Hussein verhaftet, wegen Hetze zur "Befreiung Jerusalems". Die Angreifer wurden sofort von verschiedenen "palästinensischen" terroristischen Organisationen vereinnahmt. Während Hamas und Islamic Jihad die "heldenhafte Aktion" priesen und als Beleg für den Fortgang einer Intifada werteten, erklärte Fatah-Repräsentant Abbas Zaki die drei Attentäter zu "wirklichen Terror-Opfern" und rief die Palästinenser zu "bewaffnetem Widerstand" auf. Das Auswärtige Amt verurteilte diese Tat auf das Schärfste. "Es ist der schwerste Anschlag seit Jahren, der in unmittelbarer Nähe der religiösen Stätten auf dem Haram al-Sharif/Tempelberg verübt wird, und er ist umso schändlicher, als er einen schweren Schatten auf das friedliche Miteinander der Gläubigen aller drei großen monotheistischen Weltreligionen in Jerusalem wirft. (tw24, twitter, ToI, united, youtube, auswärtiges) TS

Stadt München stellt sich gegen Veranstaltungen, die einen Israel-Boykott unterstützen
Im Dauerstreit über Veranstaltungen zum Nahost-Konflikt bezieht Münchens Rathauskoalition deutlich Position: In einem am Dienstag veröffentlichten Antrag stellen sich die Stadtratsfraktionen von SPD und CSU vehement gegen die Kampagne BDS ("Boycott, Divestment, Sanctions") und deren Unterstützer. Die Stadt bekennt sich zum Existenzrecht Israels und zu dessen Recht auf
Selbstverteidigung, heißt es in dem Antrag. Der "antisemitischen BDS-Kampagne" dürfe sie keine städtischen Räume zur Verfügung stellen und weder Veranstaltungen noch Gruppen oder Personen unterstützen, die entsprechende Ziele verfolgen. In Deutschland werde Antisemitismus zunehmend als vermeintliche Kritik an Israel artikuliert, begründen die Stadträte ihren Antrag. Kritik äußerten am Dienstag die Stadtrats-Grünen. "Wir teilen die klare Haltung gegen Antisemitismus, und wir halten auch die BDS-Kampagne für problematisch und wollen sie nicht unterstützen", sagt Fraktionschef Florian Roth. (SZ, TZ, Abendzeitung) SSt

Parteineuling Vorsitzender der Arbeitspartei
Avi Gabbai ist erst im Dezember der Arbeitspartei beigetreten. Seit Dienstag ist er ihr Vorsitzender. Oppositionsführer in der Knesset kann der frühere Umweltminister aber nicht werden, da er nie in das Parlament gewählt wurde. Avi Gabbai konnte bei einer Stichwahl 52,4% der Stimmen für sich verbuchen. Er setzte sich damit gegen den früheren Verteidigungsminister Amir Peretz (47,6%) durch. Mehr
als 52.000 Mitglieder waren zur Wahl aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,8%. "Heute beginnt ein neuer Weg. Der Weg beginnt jetzt. Der Weg führt zu einer neuen Regierung", sagte Gabbai nach seinem Wahlsieg. Der 50-Jährige stammt von Eltern marokkanischer Herkunft und war jahrelang Chef der Bezek-Telefongesellschaft. Der politisch unerfahrene Gabbai will bei den nächsten Parlamentswahlen Netanjahu stürzen und selber die Führung des Landes übernehmen. Gabbai hatte mehrfach die Partei gewechselt. Ob er die auf Tiefstwerte gesunkene sozialistische Partei wieder zu neuem Ruhm bringen kann, weiß niemand. Haaretz titelte, dass die Arbeitspartei beweise: "Es gibt ein Leben vor dem Tod". (Haaretz, Israelnetz, Tachles, wikipedia) TS

Israels Kampflamas werden lahmgelegt
Die südamerikanischen Lamas wurden zum Lastentragen in unwegsamem Gelände benötigt. Was sie so gut macht, ist ihr einzigartiger "stealth mode", also ihre Fähigkeit, nicht aufzufallen. Weil Lamas dicke Wolle tragen, konnten sich Soldaten gut hinter ihnen verstecken und nicht mit
Wärmebildkameras entdeckt werden. Außerdem seien die Tiere an Stress gewöhnt und würden selbst bei Granat-Einschlag oder Beschuss ruhig bleiben. Die israelische Armee (IDF) verzichtet zukünftig auf Lamas. Die eingesetzten Tiere haben gegen die Digitalisierung keine Chance. Die Pensionierung der südamerikanischen Vierbeiner begründet die Armee mit Kosteneinsparungen. So werden Roboter kein Tierfutter benötigen, also kann dieses nun gestrichen werden. Ein weiterer Grund ist "Euronews" zufolge die Kritik, die Tiere würden die Truppen bremsen. Die nun ins Spiel kommenden Roboter sind als Lasttiere umso erfolgreicher. Sie können Gewichte bis zu 500 Kg Ausrüstung tragen, darunter Wasser und Munition. Dabei kommen die Roboter auf eine Geschwindigkeit von 10 Kilometern pro Stunde, was im unwegsamen Gelände und mit nebenher laufenden Infanteristen nicht gerade langsam ist. Die Laufzeit der Batterien beträgt maximal acht Stunden. Die Roboter sind auch dafür konstruiert, verletzte Soldaten aus Kampfgebieten zu evakuieren. Außerdem können sie ferngesteuert werden, was Gefahr für Menschenleben reduziert. Für mögliche deutsche Kunden meldet dpa, dass die Roboter "nicht bewaffnet" werden könnten. Was mit den außer Dienst gestellten "Kampflamas" geschieht, ist derzeit unklar. Ob Israel Wohnheime und Zoos für die ausgedienten vierbeinigen Armeeangehörigen bauen wird, ist unklar. (bento, euronews, focus) TS

Anti-Korruptionskampf läuft auf Hochtouren
Die Polizeieinheit Lahav 433 zur Bekämpfung von Korruption hat alle Hände voll zu tun. Jetzt wird gerade Shlomo Filber, der Direktor im Kommunikationsministerium, wegen Machenschaften bei der großen Bezeq-Telefongesellschaft verhört. Es geht um "ethische Verstöße". Dann hat die Polizei den ehemaligen Marine-Kommandeur Vize Admiral (res.) Eliezer "Chiney" Marom wegen seiner Rolle bei der sogenannten
U-Bootaffäre im Blick. Hier geht es um mögliche Bestechungsgelder von Thyssen-Krupp beim Kauf von drei U-Booten aus Deutschland und weiteren Korvetten zum Schutz von Ölbohrtürmen. Deswegen ist auch ein Anwalt des Premierministers festgenommen worden, neben israelischen Vertretern des deutschen Konzerns. Im Juni wurden 5 Mitarbeiter des großen israelischen Stromkonzerns zu Gefängnisstrafen und Strafzahlungen in Millionenhöhe verurteilt wegen Annahme von Bestechungsgeldern von Siemens und Geldwäsche. Bemerkenswert ist, dass bei allen großen Bestechungsverfahren in Israel deutsche Konzerne beteiligt sind. (JPost, ToI, ToI, Haaretz) TS

Heftige Front gegen Palästinenser
Die stellvertretende Außenministerin Tzipi Hotovely sagte den arabischen Knessetabgeordenten: "Sie sind Diebe der Geschichte. Ihre Geschichtsbücher sind leer und Sie versuchen, die jüdische Geschichte zu kopieren und zu islamisieren." In einer aufgeladenen Debatte, im
Rahmen eines Antrags zum Thema der UNESCO-Entscheidung über Hebron und die Höhle der Patriarchen, wandte sich Hotovely im Namen der Regierung an die arabischen Knesset-Mitglieder. Sie stellte ihnen zwei Bücher vor: die Bibel und "Eine Geschichte des palästinensischen Volkes: Von der Antike bis zur Moderne" von Assaf Voll. Hotovely sagte: "Was hier geschieht, ist ein Prozess, in dem die jüdische Geschichte der Palästinenser über internationale Foren gestohlen wird. Ich empfehle der UNESCO und den arabischen Knesset-Mitgliedern, diese beiden Bücher zu lesen, die Bibel und den neuen Bestseller von Assaf Voll. Es wird Euch fesseln, weil es leer ist, weil die Palästinenser keine Könige hatten und nicht haben. Die Palästinenser eignen sich jüdische Erbstätten an und versuchen, die Westmauer in eine islamische Stätte zu verwandeln. Ebenso versuchen sie, die Verbindung der Juden zum Tempelberg zu trennen." (Youtube) TS

Bundesratspräsidentin will Israel besuchen
Bundesratspräsidentin Malu Dreyer (SPD) will mit einem Besuch in Israel im Oktober ein Zeichen für die deutsch-israelischen Beziehungen setzen. "Es ist ein persönlicher Wunsch von mir, zum Abschluss meiner Bundesratspräsidentschaft nach Israel zu reisen, weil die Pflege des deutsch-israelischen Verhältnisses von herausragender Bedeutung für uns Deutsche ist", sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin. "Gute Beziehungen zu Israel sind ein Teil der politischen DNA
der Bundesrepublik." Die Präsidentin der Länderkammer plant in Israel politische Gespräche und einen Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. "Es bedeutet mir viel, gerade auch in Zeiten, in denen die Situation im Nahen Osten wieder schwieriger zu werden scheint, den Kontakt zu Israel zu pflegen und deutlich zu machen, dass daran nicht gerüttelt wird", erklärte sie. Geplant sind auch Aufenthalte in Ramallah im Westjordanland und in der ältesten israelischen Einrichtung für jüdisch-arabische Verständigungsarbeit, Givat Haviva, die eine enge Partnerschaft zu Rheinland-Pfalz unterhält. Dreyer steht bis Ende Oktober an der Spitze des Bundesrates. (wiesbadener) TS




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Hamas verkauft Diesel für Stromerzeugung auf Schwarzmarkt
Der Koordinator der Regierungsaktivitäten in den Territorien, Generalmajor Yoav Mordechai, hat auf seiner arabischen Facebook-Seite gezeigt, dass in

den vergangenen 18 Tagen die Gaza Electricity Company 7 Mio. Liter Dieselkraftstoff für NIS 21,1 Mio. (ca. EUR 5 Mio.) erworben hat. Nur 65% davon erreichten das Kraftwerk. Die restlichen 35% wurden von der Hamas beschlagnahmt und an den Privatsektor zu einem Preis von NIS 4,37 pro Liter verkauft. Alle Gewinne wurden von der Hamas einbehalten. Die Hamas erzielte einen Nettogewinn von NIS 10,8 Mio. aus Geld, das der Öffentlichkeit und der Elektrizitätsgesellschaft in Gaza gestohlen wurde. (heplev, israelnews, Haaretz) TS

So boykottiert die Hamas Israel
Ein Gruppenfoto von Hamas-Spitzenleuten - und vor ihnen die Tische voll mit Säften aus Israel. Die israelische Militärverwaltung kommentierte zynisch: Möge die Hamas weiterhin durstig bleiben. (cogat) TS

Hamas-Spitzen bei BDS Konferenz







Vom Terror zur Sozialhilfe - Geldwäsche in Nahost
Bemerkenswerte Verträge sind zwischen Israel und den Palästinensern unterzeichnet worden: eine Übereinkunft zum Bau eines Kanals vom Roten Meer zum Toten Meer, der auch den Palästinensern viel Süßwasser spenden soll; die Einweihung eines Kraftwerkes bei Jenin im Norden des Westjordanlandes und gemeinsame Fortbildungen für Sanitäter und Bauern. Das alles soll "Frieden fördern". Aber gleichzeitig gab es wieder einen Überfahr-Anschlag
mit einem Auto, es gab den Polizistenmord in Jerusalem und zudem betreibt die Autonomiebehörde mit Hilfe der UNO ihren diplomatischen Krieg gegen Israel ungebremst weiter - zuletzt, indem sogar die Patriarchengräber in Hebron als "palästinensisches" Weltkulturerbe eingetragen worden sind. Weiterhin werden auch Mörder israelischer Zivilisten, die in israelischen Gefängnissen ihre Strafe abbüßen, nicht nur von Ramallah großzügig finanziert. Sogar Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat jetzt vorgeschlagen: "Die Bundesregierung bestärkt die PA in Überlegungen zur Einführung einer allgemeinen Sozialversicherung, die Zahlungen an Hinterbliebene, die ohnehin größtenteils den Charakter einer Sozialhilfe haben, perspektivisch ersetzen könnte. Die Einführung einer allgemeinen Sozialversicherung wäre darüber hinaus ein Fortschritt im palästinensischen Staatsaufbau, den die Bundesregierung unterstützt." Mit anderen Worten: Der Terror wird nicht bekämpft, sondern die hinterbliebenen Verwandten palästinensischer Selbstmordattentäter, die übrigens meist aus gutsituierten, wohlhabenden Familien stammen, sollen als "Sozialhilfeempfänger" geführt werden. Die Spenden für die Terrorinfrastruktur werden auch sonst nur sehr oberflächig "gewaschen": Deutsche Steuergelder erreichen den PLO-Nationalfonds nicht direkt, aber wenn diesem angesichts der steigenden Zahl der "unterstützungswürdigen" Terrorsippen das Geld ausgeht, wird bei Bedarf aus dem Haushalt der PA aufgestockt - so das Auswärtige Amt. (bundestag, haolam) TS



Yiddish Summer Weimar
Beim "Yiddish Summer Weimar" werden vom 15. Juli bis 12. August auch in diesem Jahr wieder viele israelische Künstler zu hören sein. Es gibt ein umfangreiches Programm aus Schnupperworkshops, Gesprächsreihen sowie vielen Konzerten. Mit dabei sind u.a. Yair Dalal und "The Heart and the Wellspring". Das Festival hat eine lange Tradition. Es begann 1999 als Wochenendworkshop. Mittlerweile dauert das Festival einen ganzen Monat. (YSW) DC







Maccabi Tel Aviv verpflichtet ersten arabischen Israeli
Der Basketballclub Maccabi Tel Aviv hat seinen ersten arabisch-israelischen Spieler im Team begrüßt. In einem Bild, das Maccabi in seinen Social-Media-Konten veröffentlichte, versuchte das Team, "Welcome to
Maccabi" auf Arabisch zu schreiben, zusammen mit der Phrase in Hebräisch und einem Bild von Karam Mashour. Allerdings hatten sie die Vorlage der arabischen Buchstaben von links nach rechts statt rechts nach links kopiert. Der Sprecher des Teams, Nitzan Feraro, sagte Times of Israel, dass der Fehler "innerhalb von Minuten bemerkt und entsprechend korrigiert wurde." Er entschuldigte sich und sagte, dass irgendwelche Versuche, eine größere Geschichte aus der Frage zu machen, "die Situation aufblasen" würde. Vor seinem Eintritt bei Herzliya im Jahr 2015 spielte Mashour College-Basketball in den USA für die University of Nevada in Las Vegas und später bei Morehead State. (ToI) TS

Israels erster NASCAR-Fahrer trainiert über Computer-Simulation
Alon Day, 25, ist der erste israelische Fahrer, der in der Monster Energy NASCAR Cup Series teilnehmen durfte. Der israelische "Athlet of the Year" des Jahres 2016 belegte im Rennen am Sonoma Raceway in Südkalifornien
den 32. Platz. Allerdings war sein Training ungewöhnlich: Day konnte fast nur mit Computer-Simulatoren trainieren, da Israels erste Motorsport-Rennstrecke erst Anfang dieses Jahres eingerichtet wurde. Die Strecke - entworfen für Auto- und Motorradsport - befindet sich in Patzael im Jordan-Tal und wird voraussichtlich im September offiziell eröffnet. (ToI) DC



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